Berufe › Präzisionshandwerk & Druck · ISCO-08 7315

Glasmacher, -schneider, -schleifer und -veredler

Der Kern dieser Arbeit ist der richtige Moment: Glas lässt sich nur formen, solange es genau die richtige Temperatur hat. Zu früh oder zu spät gegriffen, und aus einem Werkstück wird Ausschuss – deshalb prüfen Glasmacher ständig Hitze, Form und Oberfläche.

Was dieser Beruf heute macht

Glut, Hitze und ein geübtes Auge: Glasmacher, -schneider, -schleifer und -veredler formen aus glühendem oder festem Glas Röhren, Linsen, Scheiben und kunstvolle Objekte.

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Glasmacher, -schneider, -schleifer und -veredler blasen, formen, pressen, schneiden, besäumen, schleifen und polieren Glas und formen geschmolzenes Glas nach Vorlagen. Zu den Aufgaben gehören - (a) Erhitzen von Glas bis zur formbaren Stufe mithilfe von Gasflammen oder Öfen und Drehen des Glases zur gleichmäßigen Erwärmung; (b) Blasen und Biegen von Glasröhren in vorgegebene Formen zur Herstellung wissenschaftlicher Geräte wie Kolben, Retorten und Pipetten; (c) Schleifen und Polieren von Glasgegenständen oder -teilen zur Behebung von Mängeln oder zur Vorbereitung von Oberflächen für die weitere Bearbeitung sowie Glätten und Polieren rauer Kanten mithilfe von Bandschleifern oder Polierscheiben; (d) Untersuchen von Glasrohmaterial und Fertigprodukten sowie Markieren oder Aussortieren von Stücken mit Mängeln wie Flecken, Verfärbungen, Narben, Kratern, Absplitterungen, Kratzern oder inakzeptablen Formen oder Oberflächen; (e) Lesen von Arbeitsaufträgen zur Bestimmung von Abmessungen, Schnittstellen und Schnittmengen; (f) Beobachten von Messgeräten, Computerausdrucken und Videomonitoren zur Überprüfung der vorgegebenen Verarbeitungsbedingungen und Vornehmen erforderlicher Anpassungen; (g) Positionieren von Mustern oder Zeichnungen auf Glas, Messen von Abmessungen und Markieren von Schnittlinien mithilfe von Glasschneidewerkzeugen sowie Schneiden von Glas entlang markierter Umrisse oder um Muster herum; (h) Einrichten, Bedienen und Einstellen computergesteuerter oder robotergestützter Glasschneideanlagen; (i) Inspizieren, Wiegen und Messen von Produkten zur Überprüfung der Übereinstimmung mit den Spezifikationen mithilfe von Instrumenten wie Mikrometern, Messschiebern, Lupen und Linealen; (j) Regulieren der Ofentemperaturen entsprechend den zu verarbeitenden Glasarten; (k) Übertragen von Mustern für einzelne Buntglasteile von Zeichnungen in Originalgröße auf Musterpapier mithilfe eines Stifts zum Nachzeichnen der Zeichnungen; (l) Aufsprühen von Silberlösung auf Glas zur Erzeugung einer verspiegelten Oberfläche mithilfe von Spritzpistolen; (m) Anzeichnen, Schneiden und Schleifen von optischem und anderem Glas auf vorgegebene Abmessungen und Gewicht zum Formen von Linsenrohlingen und zur Verwendung als Uhrengläser. Beispiele für die hier eingeordneten Berufe: - Glasbläser - Glasschneider - Glasveredler - Glasschleifer Einige verwandte, anderswo eingeordnete Berufe: - Bediener von Glasproduktionsöfen - 8181

  • Glas bis zur formbaren Stufe erhitzen und gleichmäßig drehen
  • Glasröhren zu wissenschaftlichen Geräten wie Kolben und Pipetten blasen und biegen
  • Glasgegenstände schleifen und polieren, um Mängel zu beheben oder Oberflächen vorzubereiten
  • Glas und Fertigprodukte auf Flecken, Kratzer oder Formfehler prüfen und fehlerhafte Stücke aussortieren
  • Muster auf Glas positionieren, Maße abnehmen und Glas entlang markierter Linien schneiden
  • Ofentemperaturen je nach zu verarbeitender Glasart regulieren
  • Optisches und anderes Glas auf vorgegebene Maße und Gewicht zuschneiden und schleifen, etwa für Linsen oder Uhrengläser

Umfasst auch

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Quelle: ESCO (European Skills, Competences, Qualifications and Occupations) — untergeordnete Occupations der ISCO-08-Gruppe 7315.

Die Kernbewegung

Die glasformende Handarbeit ist eigens gemessen und bleibt unberührt — für Maschinenbedienung und Prüfarbeit gibt es nur Befunde aus verwandten Tätigkeiten, die ebenfalls niedrig liegen.

Wie stark ist dieser Beruf betroffen?

Glasmacher, -schneider, -schleifer und -veredler liegt im mittleren Bereich — von Fahrzeugreiniger · am wenigsten bis Datenerfasser · am stärksten betroffen.

Einordnung dieses Berufs im Vergleich
Eigene AuswertungILO-EinstufungIn der Berufsgruppe
unteres Mittelfeld von 411 Berufennicht von generativer KI berührtVon 11 verglichenen Berufen sind 6 weniger betroffen als dieser. Gruppe: Präzisionshandwerk & Druck

Ähnlich eingeordnet: Bauelektriker und verwandte Berufe · Flugmotorenmechaniker und -schlosser · Bauspengler und Sanitär- und Heizungsinstallateure

Wo diese Aussage endet

Gemessen wurde nur generative KI — CNC-Glasbearbeitung, Schneidautomaten, 3D-Druck und optische Prüfsysteme sind nicht betrachtet. Der Befund lautet präzise, dass ein Sprachmodell diese Arbeit nicht ausführt, nicht, dass sie unautomatisierbar wäre. Nach heutigem Stand wenig berührt, ohne dass daraus eine Entwarnung würde.

Eigene Auswertung (SapientShift-Tätigkeitsanalyse) auf Basis der ILO-Einstufung · Quelle der Einstufung: ILO, Generative AI and Jobs (Working Paper 140), 2025 · Stand 2026-07-19 · Methodik

Was KI verändert

Für die glasformende Handarbeit gibt es einen eigenen Messwert, und er liegt in der niedrigsten Betroffenheitsstufe — bei so geringer Schwankung, dass nicht einmal eine einzelne Teilaufgabe als betroffen gilt. Das ist kein Übersehen, sondern ein begründetes Ergebnis: Die Fachleute setzten die Werte für handwerklich-körperliche Berufe bewusst herab, weil sich Aufgaben mit manueller Geschicklichkeit praktisch schwer automatisieren lassen. Für das Bedienen der Öfen und Maschinen und für das Prüfen der Ware fehlt eine eigene Zeile; ersatzweise herangezogene Tätigkeiten liegen aber ebenfalls niedrig — kein Maschinenbedienberuf erreicht überhaupt eine der Betroffenheitsstufen. Das Bild ist damit einheitlich ruhig, wenn auch für einen Teil der Arbeit nur indirekt belegt.

Tätigkeiten & ihre Entwicklung

Maschinen und Anlagen bedienen und steuern · unverändert

Die Arbeit an der Maschine bleibt körperlich, offene Fragen stellen sich erst bei der selbststeuernden Anlage.

Details zur Entwicklung

Das Bedienen und Steuern von Maschinen lebt vom körperlichen Tun, und genau hier stößt die heutige KI an ihre Grenze: Fachleute haben die Automatisierbarkeit dieser Aufgabe deutlich nach unten korrigiert, weil Systeme für Text und Sprache keinen Zugriff auf die physische Ausführung haben — unabhängige Untersuchungen kommen für manuelle Tätigkeiten zum selben Ergebnis. Wohin sich der Anteil unmittelbarer Bedienung verschiebt, wenn selbstlernende Steuerungssoftware die routinemäßige Prozessführung übernimmt und der Mensch stärker überwacht und bei Abweichungen eingreift, ist damit aber noch nicht beantwortet.

Material von Hand zuschneiden, formen und verzieren · unverändert

Das Formen und Verzieren von Hand bleibt der KI weitgehend entzogen, weil es an der handwerklichen Geschicklichkeit selbst hängt.

Details zur Entwicklung

Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.

Material von Hand zuzuschneiden, zu formen und zu verzieren lebt von handwerklicher Geschicklichkeit — und daran geht die heutige KI weitgehend vorbei: Alle einschlägigen Handwerksberufe fallen in die niedrigste Betroffenheitsstufe, und Fachleute haben die ursprünglichen Einschätzungen für diese Aufgaben sogar noch nach unten korrigiert. Eine unabhängige Quelle kommt für körperlich-manuelle Arbeit zum selben Ergebnis. Denkbar ist, dass die vorgelagerte Zuschnittplanung eher digital wird als die eigentliche Formgebung und sich die Tätigkeit stärker auf Vorlagenarbeit und Feinkorrektur verlagert — das ist aber eine Vermutung, kein gemessener Befund.

Werkstücke und Bauteile auf Qualität und Maßhaltigkeit prüfen (Fertigung/Industrie) · unverändert

Belege & Quellen

Belege, Achsen-Tags, fachliche Ebene, Hypothesen & Quellen öffnen

Zuletzt geprüft 2026-07-19

Amtliche Bezeichnung nach ISCO-08: Glasmacher, -schneider, -schleifer und -veredler · 7315

Belege · Maschinen und Anlagen bedienen und steuern (5)

  • Experten senkten die Automatisierbarkeit genau dieser Tätigkeit drastisch ab
    For tasks such as „operating injection molding machines" or „performing mechanical processing of silicon", experts highlighted the limitations of generative AI in handling physical and manual components, leading to significantly reduced adjusted scores compared to the survey.
    ILO WP 140, Abschnitt 4 (Expert validation survey), PDF-S. 34 (gedruckt S. 31) · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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  • Konkretes Task-Beispiel mit Score-Revision 0,43 → 0,05
    Applying various welding methods and using different types of welding machines and equipment, in accordance with training or qualifications. 0.43 0.05 0.05 The task involves hands-on physical work requiring skill and precision, such as welding using various machines, which is not currently automatable by generative AI technologies like ChatGPT. These technologies excel in tasks involving data processing, language understanding, and information generation but do not possess capabilities for physical task execution, hence aligning closer with the revised score.
    ILO WP 140, Table 4, PDF-S. 34–35 (gedruckt S. 31–32) · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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  • Systematischer Befund für die gesamte Berufsgruppe
    In occupations dominated by manual and physical tasks, such as Craft and Related Trades Workers, Plant and Machine Operators, and Farmers, Gardeners, Foresters, and Fishers, experts consistently assigned lower scores compared to the survey respondents, reflecting the practical limitations of automating tasks that require physical manipulation or manual dexterity.
    ILO WP 140, Abschnitt zu Figure 13, PDF-S. 32 (gedruckt S. 29) · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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  • Unabhängige Bestätigung durch die OECD
    Occupations involving cognitive, non-routine tasks – such as programming, translating, interpreting and other highly skilled professional work – tend to exhibit higher exposure. […] By contrast, roles reliant on physical or manual tasks, such as cleaning or equipment operation, show minimal exposure.
    OECD AI Papers No. 60, Skills in the AI Age, PDF-S. 18 (gedruckt S. 17) · Skills in the AI Age (OECD AI Papers No. 60) · OECD Publishing, Paris, 2026 · Klasse A
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  • Streuungs-Differenzierung: nicht alle Untergruppen sind gleich
    Occupations where most tasks remain relatively unaffected by GenAI, with low task variability and a stable low mean exposure score.
    ILO WP 140, Table 5, PDF-S. 41 (Definition), Werte aus Table A1, PDF-S. 57–62 · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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Belege · Material von Hand zuschneiden, formen und verzieren (4)

  • Alle einschlägigen Handwerksberufe fallen in die niedrigste Expositionskategorie.
    Not Exposed 7317 Handicraft Workers in Wood, Basketry and Related Materials 0.14 0.01 | Not Exposed 7318 Handicraft Workers in Textile, Leather and Related Materials 0.13 0.03
    ILO WP 140, Table A1, PDF-S. 62 bzw. 63 (gedruckt S. 59 bzw. 60) · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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  • Die niedrige Exposition betrifft nicht nur den Durchschnitt, sondern auch die Einzelaufgaben.
    Not Exposed Occupations that don't meet any of the above conditions. Occupations where most tasks remain relatively unaffected by GenAI, with low task variability and a stable low mean exposure score.
    ILO WP 140, Table 5 „GenAI Exposure Gradients: Definition and Interpretation", PDF-S. 41 (gedruckt S. 38) · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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  • Der Grund für die niedrige Bewertung ist explizit die manuelle Ausführung; die ILO-Experten haben die ursprünglichen Umfragewerte für diese Berufsgruppe sogar nach unten korrigiert.
    In occupations dominated by manual and physical tasks, such as Craft and Related Trades Workers, Plant and Machine Operators, and Farmers, Gardeners, Foresters, and Fishers, experts consistently assigned lower scores compared to the survey respondents, reflecting the practical limitations of automating tasks that require physical manipulation or manual dexterity.
    ILO WP 140, Abschnitt 4 (Expertenvalidierung), PDF-S. 32 (gedruckt S. 29) · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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  • Eine institutionell unabhängige Quelle kommt für physisch/manuell geprägte Rollen zum selben Ergebnis.
    By contrast, roles reliant on physical or manual tasks, such as cleaning or equipment operation, show minimal exposure.
    OECD AI Papers No. 60, Skills in the AI Age, PDF-S. 18 (gedruckt S. 17) · Skills in the AI Age (OECD AI Papers No. 60) · OECD Publishing, Paris, 2026 · Klasse A
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Belege · Werkstücke und Bauteile auf Qualität und Maßhaltigkeit prüfen (Fertigung/Industrie) (5)

  • Der Kernberuf der Tätigkeit liegt in „Minimal Exposure" — mit niedriger Task-Varianz
    Minimal Exposure 7543 Product Graders and Testers (except Foods and Beverages) 0.31 0.11
    ILO WP 140, Table A1 (ISCO-08 occupations by exposure gradient), PDF-S. 57, gedruckt S. 54 · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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  • Was „Minimal Exposure" laut ILO bedeutet — Definition, nicht Interpretation
    we introduce a more granular distinction of Minimal Exposure, where some interaction with GenAI may occur, but without significantly altering the nature of these roles, and the lowest category of Not Exposed occupations, where GenAI currently has no observable potential to automate tasks.
    ILO WP 140, Text zu Table 5 (GenAI Exposure Gradients: Definition and Interpretation), PDF-S. 40–41, gedruckt S. 37–38 · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
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  • Die technisch-handwerklichen Prüfberufe liegen sämtlich in „Not Exposed", zum Teil mit sehr niedriger SD
    Not Exposed 3115 Mechanical Engineering Technicians 0.26 0.08 Not Exposed 3119 Physical and Engineering Science Technicians Not Elsewhere Classified 0.26 0.05 Not Exposed 7222 Toolmakers and Related Workers 0.2 0.1 Not Exposed 7223 Metal Working Machine Tool Setters and Operators 0.18 0.05 Not Exposed 7311 Precision-instrument Makers and Repairers 0.21 0.08
    ILO WP 140, Table A1, PDF-S. 58–61, gedruckt S. 55–58 · Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140) · International Labour Office, Genf, 2025 · Klasse A
    Generieren · Reine Software · Berufsebene · Expositionsmodell
  • Unabhängige Zweitmessung: Rollen mit physisch-manuellem Kern zeigen minimale Exposition
    By contrast, roles reliant on physical or manual tasks, such as cleaning or equipment operation, show minimal exposure.
    OECD AI Papers No. 60, Skills in the AI Age (2026), Kap. „exposure to GenAI tools varies widely across occupations", PDF-S. 18, gedruckt S. 17 · Skills in the AI Age (OECD AI Papers No. 60) · OECD Publishing, Paris, 2026 · Klasse A
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  • Schwaches Nutzungsindiz: physische Berufsgruppen sind in tatsächlicher KI-Nutzung unterrepräsentiert
    Physical occupation categories like Transportation & Material Moving, Food Preparation & Serving Related, and Construction & Extraction are all under-represented in the survey, as they are in Claude sessions as well.
    Anthropic Economic Index „Cadences" (Juni 2026), Abschnitt zu Berufskategorien (lokaler Volltext Z. 70; die Datei enthält keine PDFPAGE-Marker) · Anthropic Economic Index — Report "Cadences" (Juni 2026) · Anthropic, 2026 · Klasse D
    Generieren · Reine Software · Berufsebene · Gemessene Nutzung

Fachliche Ebene

Die glasformende Handarbeit ist rollenspezifisch gemessen und niedrig exponiert, Maschinenbedienung und Prüfarbeit liegen nur als Tätigkeitsbefund vor

Für Glass Makers, Cutters, Grinders and Finishers weist die ILO einen eigenen Wert aus: 0,19 bei SD 0,06 in der untersten Kategorie „Not Exposed" — bei dieser Streuung ist auch keine einzelne Teilaufgabe des Berufs als exponiert gemessen worden, und im selben Cluster liegen Potters bei 0,18 (SD 0,07), Handicraft Workers in Wood bei 0,14 (SD 0,01). Das ist kein Übersehen, sondern ein begründetes Messergebnis: Das ILO-Expertenpanel korrigierte die Umfragewerte für handwerklich-physische Berufe systematisch nach unten, „reflecting the practical limitations of automating tasks that require physical manipulation or manual dexterity", und die OECD ordnet körperlich-manuell geprägte Rollen unabhängig davon ebenfalls der minimalen Exposition zu — allerdings mit den Beispielen Reinigung und Gerätebedienung, nicht mit dem Handwerk selbst. Für das Bedienen der Öfen und Bearbeitungsmaschinen sowie für das Prüfen auf Qualität und Maßhaltigkeit fehlt eine eigene 7315-Zeile; auf Tätigkeitsebene erreicht kein Maschinen- oder Anlagenbedienberuf einen der vier Expositionsgradienten, und Product Graders and Testers liegen bei 0,31 (SD 0,11).

Gemessen wurde ausschließlich generative KI — CNC-Glasbearbeitung, Schneidautomaten, 3D-Druck und optische Prüfsysteme sind von keiner Korpusquelle auf Tätigkeitsebene erfasst; der Befund lautet präzise, dass ein Sprachmodell diese Arbeit nicht ausführt, nicht, dass sie nicht automatisierbar wäre.

Hypothesen

  • Hypothese (kein Beleg): Der Anteil unmittelbarer Maschinenbedienung dürfte sich vermutlich in Richtung Überwachung, Störungsdiagnose und Eingriff bei Abweichungen verschieben, während die routinemäßige Prozessführung zunehmend von selbstlernender Steuerungssoftware übernommen wird.
    Warum unbelegt: Keine Quelle misst, welcher Anteil der Bedientätigkeit selbst sich verschiebt. ISI zählt Betriebe, nicht Arbeitsschritte. Stand 07/2026 existiert keine tätigkeitsgenaue Messung.
    Ableitungsbasis: Fraunhofer ISI misst, dass 8 % der deutschen Produktionsbetriebe KI zur Steuerung ihrer Produktionsprozesse einsetzen — der größte gemessene Anwendungsbereich überhaupt (Korpus II §5.2). IAB ordnet Fertigungsberufen die größten Substituierbarkeitspotenziale zu (Korpus III L1.2). Beides betrifft genau diese Tätigkeit, bleibt aber auf Betriebs- bzw. Berufsebene.
  • Hypothese (kein Beleg): Die manuelle Formgebung dürfte vermutlich länger menschlich bleiben als die vorgelagerte Zuschnittplanung; die Tätigkeit könnte sich in Richtung Vorlagenarbeit und Feinkorrektur verschieben.
    Warum unbelegt: Lassébie misst Fähigkeiten-Automatisierbarkeit, nicht deren Umsetzung, und sagt selbst, es gehe um Potenzial, nicht um „actual automation" (Korpus II §1.4). Handwerkliche Einzel- und Kleinserienfertigung ist in keiner Quelle tätigkeitsnah erfasst.
    Ableitungsbasis: Lassébie & Quintini benennen ausdrücklich „the knowledge of fine arts and several psychomotor abilities (the ability to work in cramped workspace and awkward positions, finger dexterity, and manual dexterity)" als Fähigkeiten, die nicht mehr Engpass sind (Korpus II §1.1). Genau diese Fähigkeiten tragen T-005.

Alle Quellen

Mögliche KI-Anwendungen (7)

Bewusst abgesetzt von der belegten KI-Schicht oben: Anwendungsideen, keine quellenbelegten Befunde. Sie inspirieren, sie beweisen nichts.

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Diese Seite beschreibt Glasmacher, -schneider, -schleifer und -veredler allgemein — mit Tätigkeiten wie „Maschinen und Anlagen bedienen und steuern“ oder „Material von Hand zuschneiden, formen und verzieren“.

Für diesen Beruf liegt die gemessene Betroffenheit im Mittelfeld.

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Diese Seite zitieren

SapientShift (2026): Glasmacher, -schneider, -schleifer und -veredler — KI-Betroffenheit nach Tätigkeiten. Stand 19.07.2026. https://sapientshift.com/berufe/glasmacher-schneider-schleifer-und-veredler

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Wie diese Aussagen entstehen — Methodik & Evidenzklassen · Datensatz Version 1.0