KI-gesteuerte Unterwasserkameras identifizieren Fische in Echtzeit im Netz, um unerwünschten Beifang wie geschützte Arten oder untermaßige Fische gezielt wieder freizulassen.
KI-gestützte Unterwasserkameras identifizieren Fische in Echtzeit im Netz und reduzieren unerwünschten Beifang um bis zu 60 Prozent. Mit 98-prozentiger Erkennungsgenauigkeit bei Nicht-Zielarten erfüllen Sie mühelos die seit 2024 verpflichtenden EU-Vorschriften.
Dieser Anwendungsfall adressiert eines der größten Nachhaltigkeitsprobleme der Fischerei. Systeme wie das 'Smart Trawl' oder die Technologie von 'CVision AI' integrieren eine Kamera und eine KI-Einheit direkt in das Schleppnetz. Die KI wurde mit Tausenden von Bildern trainiert, um verschiedene Fischarten und deren Größe in Echtzeit zu erkennen. Identifiziert die KI eine unerwünschte Art (z.B. Lachs als Beifang in der Pollackfischerei) oder einen zu kleinen Fisch, öffnet sie automatisch eine Klappe am Netz, um den Beifang unversehrt freizulassen. Dies ermöglicht eine hochselektive Fischerei, schont die Fischbestände und hilft Fischern, strenge Umweltauflagen zu erfüllen.
Klassische regelbasierte Software kann die komplexen, nicht-linearen Muster in Fischwanderungen, Umweltfaktoren und Artverhalten nicht abbilden, da diese von множество wechselwirkenden Variablen abhängen, die sich dynamisch verändern. Regelbasierte Systeme scheitern an der Verarbeitung von Echtzeitdaten aus Unterwasserkameras, da die Muster für geschützte Arten im Netzkontext zu variabel sind für statische If-Then-Regeln. KI kann hingegen durch maschinelles Lernen mit historischen Bestandsdaten und Satellitenmessungen Fischbestände mit 85 bis 94 Prozent Genauigkeit vorhersagen und dabei auch seltene Muster erkennen, die in Trainingsdaten unterrepräsentiert sind.
Unternehmen mit KI-Systemen können die Einhaltung von Umwelt- und Fischereivorschriften lückenlos dokumentieren und profitieren von der seit 2024 verpflichtenden Überwachungskamera-Pflicht der Europäischen Kommission auf Hochrisikoschiffen. Wettbewerber ohne diese Technologie tragen ein erhebliches regulatorisches Risiko, da die Europäische Kommission zunehmend KI-gestützte Fischereikontrollen durchsetzt und illegale Aktivitäten von Global Fishing Watch mit 92-prozentiger Präzision erkannt werden.
Fischereiunternehmen, die KI-gestützte Überwachung einsetzen, können jährliche Verluste in Höhe von 50 bis 150 Millionen US-Dollar vermeiden, die in nicht-nachhaltig bewirtschafteten Fischereigebieten entstehen. Die Automatisierung der Fangdokumentation senkt gleichzeitig die Betriebskosten für Überwachungsbehörden und Fischereiorganisationen erheblich, da der personelle Aufwand für manuelle Kontrollen um bis zu 65 Prozent reduziert werden kann.
Der Einsatz von KI-gestützten Unterwasserkameras auf Trawlern ermöglicht eine automatische Fangprotokollierung in Echtzeit, wodurch manuelle Sortier- und Dokumentationsprozesse an Deck entfallen. Die Erkennungsgenauigkeit von 98 Prozent bei der Identifikation von Nicht-Zielarten sorgt für eine zuverlässige Unterscheidung zwischen Zielfang und Beifang direkt im Fangprozess, was die Nachbearbeitungszeit drastisch verkürzt.
Fischer verbringen weniger Zeit mit der gefährlichen manuellen Sortierarbeit an Deck, da KI-Systeme geschützte Arten und untermaßige Fische bereits im Netz identifizieren und gezielt wieder freilassen können. Die Beobachterabdeckung kann durch KI-Unterstützung von 20 auf 7 Prozent gesenkt werden, ohne dass die Datenqualität leidet, was den Druck auf menschliche Beobachter an Bord reduziert.
Die Rolle des Fischereibeobachters entwickelt sich von der manuellen Datenerfassung hin zur Überwachung und Qualitätssicherung von KI-generierten Daten, was eine Aufwertung hin zu qualifizierterer Tätigkeit ermöglicht, aber auch eine Reduzierung der Gesamtstellenanzahl zur Folge haben kann. Für Fischer bleibt die KI ein Werkzeug zur Entscheidungsunterstützung, dessen Nutzung aber zunehmend regulatorisch vorgeschrieben wird.
Fischer und Fischereibeobachter müssen lernen, mit KI-Dashboards und Echtzeit-Meldungen umzugehen, um die Warnungen des Systems korrekt zu interpretieren und entsprechend zu reagieren. Die Fähigkeit, digitale Fangprotokolle zu lesen, zu prüfen und bei Bedarf zu korrigieren, wird zu einer Kernkompetenz, während reine manuelle Erfassungskenntnisse an Bedeutung verlieren.
Verbraucher profitieren von einer höheren Transparenz in der Lieferkette, da präzisere Fangdaten glaubwürdigere Nachhaltigkeitszertifikate ermöglichen und sie beim Einkauf fundierte Entscheidungen treffen können. Der Zugang zu verifizierten Nachhaltigkeitsdaten意味着, dass Verbraucher不再是被动接受营销声明,而是能够根据实际捕捞数据做出知情选择。
Die flächendeckende Einführung von KI-gestützter Beifangreduktion trägt nachweislich zur Erholung von Fischbeständen bei, wie dokumentierte Bestandserholungen bei Schwertfisch und Thunfisch im Mittelmeer in den letzten drei Jahren zeigen.