NTT DOCOMO setzt Drohnen und Cloud-basierte Bilderkennung auf AWS ein, um Mobilfunk-Stahlmasten automatisiert auf Rost und Materialverschleiß zu untersuchen. Drohnen erfassen hochauflösende Fotos der Bauwerke, die anschließend von KI-Modellen ausgewertet werden. Dadurch entfallen gefährliche Klettereinsätze für das Wartungspersonal vollständig.
NTT DOCOMO prüft rund 50.000 Mobilfunk-Stahlmasten mit Drohnen und KI-Bilderkennung auf AWS. Die automatisierte Erkennung von Rost senkt Betriebskosten nachhaltig und schützt das Personal vor riskanten Kletterpartien.
Für die Instandhaltung von rund 50.000 Mobilfunk-Stahlmasten müssen Telekommunikationsunternehmen Bauwerke regelmäßig auf Rost und Materialermüdung überprüfen. Herkömmliche visuelle Begutachtungen durch Kletterteams sind gefährlich, zeitaufwendig und verursachen erhebliche Betriebskosten. Die automatisierte Inspektion verlagert die Datenerfassung auf Drohnen, die tausende Fotos aus allen Winkeln der Masten aufnehmen. In der Cloud verarbeiten Machine-Learning-Modelle unter Nutzung von Services wie AWS Batch dieses Bildmaterial automatisiert zur Rosterkennung. Auffällige Stellen und Korrosionsschäden werden präzise lokalisiert und im System klassifiziert. Wartungsteams erhalten eine strukturierte Entscheidungsgrundlage, um Instandsetzungsmaßnahmen gezielt und priorisiert zu planen. Dies führt zu einer spürbaren Kostensenkung und eliminiert riskante Höhenarbeiten bei der Erstprüfung.
Klassische Softwareprogramme mit festen Schwellenwerten können Korrosion und Materialermüdung auf Fotos nicht zuverlässig von Schmutz, Lichtreflexionen oder Lackunregelmäßigkeiten unterscheiden. Machine-Learning-Modelle für Computer Vision erkennen komplexe optische Muster und Farbübergänge von Rost über tausende heterogene Aufnahmen hinweg. Nur trainierte Modelle können die riesigen Bildmengen automatisiert mit hoher Genauigkeit filtern, ohne dass jedes Bild manuell gesichtet werden muss.
Telekommunikationsanbieter mit automatisierten Inspektionsprozessen können Netzinfrastrukturen schneller warten und sichern sich Vorteile bei der Netzzuverlässigkeit. Gegenüber Wettbewerbern, die auf manuelle Inspektionen vertrauen, werden Prüfzyklen über zehntausende Masten termingerecht eingehalten. Dies minimiert Ausfallrisiken und schützt die Versorgungsqualität.
Die Automatisierung von Infrastrukturinspektionen transformiert Kostenmodelle von Betreibern großer Anlagen. Durch den Verzicht auf manuelle Erstprüfungen verringern sich die operativen Aufwände für Kletterteams und Spezialausrüstung beträchtlich. Zudem vermeidet die frühzeitige Erkennung von Korrosion teure Folgeschäden und stabilisiert die langfristige Anlagenrentabilität.
Die Prüfung wird von einem dezentralen, handwerklichen Prozess zu einer zentral gesteuerten Cloud-Pipeline umgebaut. Drohnen übernehmen die strukturierte Datenerfassung vor Ort, während Cloud-Dienste wie AWS Batch die parallele Verarbeitung tausender Bilder pro Mast managen. Instandhaltungsabteilungen steuern Reparaturmaßnahmen auf Basis standardisierter Datenprotokolle anstatt subjektiver Berichte.
Für Servicetechniker entfällt eine der gefährlichsten Aufgaben im Arbeitsalltag: das Besteigen dutzende Meter hoher Stahlkonstruktionen zur rein visuellen Prüfung. Die Arbeit verlagert sich in bodennahe Drohnenoperationen und die digitale Auswertung. Dies reduziert körperliche Belastungen und das Risiko schwerer Arbeitsunfälle grundlegend.
Das Berufsbild wandelt sich vom reinen Kletter- und Inspektionstechniker hin zum Daten- und Instandhaltungsspezialisten. Mitarbeiter verbringen weniger Zeit mit mühsamen Sucharbeiten vor Ort und konzentrieren sich auf die Validierung von Schadensmeldungen und gezielte Instandsetzungen. Diese Entwicklung bedeutet eine qualitative Aufwertung der täglichen Aufgaben.
Mitarbeitende erweitern ihr Profil um Fachwissen in der Steuerung gewerblicher Drohnen und im Umgang mit KI-gestützten Analyseplattformen. Analytische Fähigkeiten bei der Interpretation von Erkennungsdaten gewinnen an Gewicht. Handwerkliche Fähigkeiten bleiben für zielgerichtete Sanierungsarbeiten unverzichtbar.
Für Kunden und Anwohner bedeutet der Einsatz leiser Inspektionsdrohnen eine deutliche Entlastung im Alltag. Langwierige Absperrungen rund um Mobilfunkmasten entfallen weitgehend. Gleichzeitig gewährleistet die zügige Instandhaltung einen stabilen und unterbrechungsfreien Zugang zu Mobilfunkdiensten.
Der Einsatz unbemannter Flugsysteme für die Infrastrukturprüfung fördert das Vertrauen in eine moderne und ausfallsichere Grundversorgung. Die Reduktion riskanter Kletterarbeiten findet breite gesellschaftliche Akzeptanz im Hinblick auf den Arbeitsschutz.