Das Turmbau-Unternehmen SGS Towers setzt auf eine mobile Sicherheitsplattform von Ericsson, um Arbeitsschutzprüfungen vor Klettereinsätzen an Mobilfunkmasten zu automatisieren. Mittels Machine Vision und maschinellem Lernen prüft eine App die persönliche Schutzausrüstung der Monteure und digitalisiert Gefährdungsbeurteilungen in Echtzeit. Dadurch werden fehleranfällige Papierformulare ersetzt und die Einhaltung geltender Sicherheitsstandards beschleunigt.
SGS Towers hat mit dem Safe-Worker-Ökosystem von Ericsson gezeigt, wie mobile Bilderkennung den Arbeitsschutz an Mobilfunkmasten modernisiert. Anstatt Papierdokumente abzuzeichnen, sichern automatisierte PSA-Scans und Echtzeit-Risikodaten jeden Aufstieg vorschriftsmäßig ab.
Bei Höhenarbeiten an Mobilfunkmasten und Funktürmen sind lückenlose Sicherheitsüberprüfungen vor jedem Aufstieg gesetzlich und betrieblich vorgeschrieben. Bisher mussten Außendiensttechniker umfangreiche Gefährdungsanalysen und Ausrüstungs-Checklisten manuell auf Papier oder über statische Formulare abarbeiten. Der Einsatz moderner Bilderkennung und intelligenter Formularverarbeitung ermöglicht es Monteuren, ihre persönliche Schutzausrüstung vor Ort über die Smartphone-Kamera sekundenschnell zu erfassen und prüfen zu lassen. Maschinelles Lernen bewertet die Ausrüstungsteile auf Vollständigkeit und unterstützt bei der Erstellung von vorschriftsmäßigen Job-Hazard-Analysen. Zudem werden Standortdaten, Wetterwarnungen und Notfall-Routen automatisiert in die Einsatzdokumentation eingebunden. Das System analysiert die anfallenden Sicherheitsdaten für das zentrale Risikomanagement und schafft transparente, auditierbare Prozesse vor jedem Aufstieg.
Klassische Software kann lediglich statische Formulare digitalisieren, ist aber unfähig, den physischen Zustand und das korrekte Anlegen von Schutzausrüstung auf Bildern selbstständig zu überprüfen. Erst Machine Vision und maschinelles Lernen können komplexe visuelle Muster wie Karabiner, Klettergurte und Helme unter variierenden Licht- und Umgebungsbedingungen automatisch erkennen und bewerten.
Infrastrukturdienstleister, die belegbare Sicherheitsstandards digital und automatisiert nachweisen, positionieren sich als verlässliche Partner für große Netzbetreiber. Unternehmen ohne digitale Kontrollmechanismen geraten bei Ausschreibungen mit strengen Compliance-Vorgaben zunehmend unter Rechtfertigungsdruck.
Die Automatisierung von Sicherheitsabläufen verringert administrative Rüstzeiten vor Klettereinsätzen und minimiert das finanzielle Risiko von Bußgeldern oder Baustopps durch Aufsichtsbehörden. Verlässliche digitale Sicherheitsaudits schaffen eine transparente Grundlage für die Nachweisführung gegenüber Auftraggebern in der Telekommunikationsbranche.
Arbeitsschutzprüfungen werden von isolierten Papierformularen in vernetzte, mobile Echtzeitprozesse überführt. Das zentrale Risikomanagement erhält konsistente Datenströme aus dem Außendienst, wodurch Sicherheitswarnungen und Notfallprotokolle ohne Zeitverzögerung standortgenau aktiviert werden können.
Für Höhenmonteure verringert sich die mentale Belastung durch bürokratische Dokumentationspflichten vor gefährlichen Arbeiten. Das Bewusstsein für die eigene Sicherheit wird durch die unmittelbare Rückmeldung der Anwendung geschärft, ohne dass Monteure bevormundet werden.
Die Rolle des Monteurs wandelt sich von der manuellen Formulardokumentation hin zur fokussierten Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeitsschritte. Sicherheitsverantwortliche agieren nicht mehr rein als nachträgliche Prüfer von Formularen, sondern als proaktive Risikomanager auf Basis tagesaktueller Vorfalldaten.
Monteure benötigen grundlegende digitale Anwenderkompetenzen zur Bedienung mobiler Sicherheits-Apps und müssen Fehlermeldungen bei der visuellen PSA-Erkennung eigenständig interpretieren können. Sicherheitsbeauftragte entwickeln Kompetenzen in der Auswertung aggregierter Daten zur Ableitung gezielter Präventionsmaßnahmen.
Bürger und Netznutzer erfahren eine unterbrechungsfreie Mobilfunkversorgung, da sicherheitsbedingte Baustellenstillstände und folgenschwere Unfälle an Sendemasten wirksam minimiert werden.
Die gesellschaftliche Wahrnehmung kritischer Infrastrukturprojekte hängt eng mit dem Schutz der ausführenden Arbeitskräfte zusammen, wobei automatisierte Sicherheitsprüfungen moderne Industriestandards sichtbar machen.