Lagerhelfer nutzen Datenbrillen, die per KI den optimalen Weg durchs Lager weisen, das richtige Regalfach hervorheben und die zu kommissionierenden Artikel visuell bestätigen.
Mit KI-gestützter Pick-by-Vision zeigt die Datenbrille Ihrem Kommissionierer den kürzesten Weg, hebt das richtige Regalfach hervor und bestätigt den Artikel per Computer Vision. Das Ergebnis ist eine messbare Steigerung der Kommissionierleistung und eine deutlich reduzierte Fehlerquote.
Diese Technologie ersetzt traditionelle Papierlisten oder Handscanner. Der Lagerhelfer erhält seine Kommissionieraufträge direkt auf das Display seiner Datenbrille. Eine KI berechnet die effizienteste Route von Artikel zu Artikel. Im Sichtfeld des Mitarbeiters werden Navigationspfeile eingeblendet, und am Zielort wird das korrekte Regalfach optisch markiert. Eine integrierte Kamera kann den Barcode des entnommenen Artikels scannen, um die Richtigkeit zu bestätigen – alles freihändig. Dies reduziert die Such- und Wegezeiten drastisch, minimiert Pickfehler um bis zu 40% und steigert die Gesamtproduktivität erheblich.
Klassische regelbasierte Software kann statische Kommissionieranweisungen ausführen, verfügt jedoch nicht über die Fähigkeit, die Umgebung in Echtzeit zu erfassen und den optimalen Weg dynamisch an die aktuelle Situation anzupassen. Regelbasierte If-Then-Systeme scheitern an unvorhergesehenen Situationen wie veränderten Regalbelegungen, unerwarteten Hindernissen oder abweichenden Artikelplatzierungen, die in jedem realen Lager auftreten. KI-gestützte Computer Vision hingegen erkennt Objekte und Kontexte in Echtzeit, passt den Kommissionierweg kontinuierlich an und bestätigt Artikel visuell, was kein regelbasiertes System leisten kann.
Unternehmen, die jetzt auf KI-gestützte Pick-by-Vision setzen, gewinnen einen messbaren Geschwindigkeits- und Qualitätsvorsprung gegenüber Wettbewerbern, die weiterhin auf manuelle Kommissionierung setzen. Konkurrenten ohne diese Technologie riskieren höhere Fehlerquoten, längere Bearbeitungszeiten und steigende Retourenkosten, die sich in einer verschlechterten Wettbewerbsposition niederschlagen.
Unternehmen, die AR-gestützte Kommissionierung einsetzen, können ihre Kommissionierleistung um bis zu 25 Prozent steigern und die Fehlerquote um bis zu 40 Prozent senken, was direkte Auswirkungen auf Logistikkosten und Kundenzufriedenheit hat. Die Anschaffungskosten für Datenbrillen und die Integration in bestehende Warehouse-Management-Systeme erfordern jedoch eine sorgfältige Investitionsrechnung, da die Technologie sich noch überwiegend in Pilotphasen befindet.
Der Kommissionierprozess verändert sich grundlegend: Der optimale Weg durchs Lager wird dem Mitarbeiter visuell über die Datenbrille angezeigt, das richtige Regalfach wird hervorgehoben und der zu kommissionierende Artikel wird per Computer Vision visuell bestätigt. Dadurch entfallen Pick-by-Light-Installationen und manuelle Prozessschritte, was die Durchlaufzeiten in der Intralogistik spürbar verkürzt.
Suchzeiten und unnötige Laufwege durch das Lager gehören mit der AR-Brille der Vergangenheit an, weil der optimale Weg und das richtige Regalfach direkt im Sichtfeld angezeigt werden. Gleichzeitig birgt die Technologie ein Risiko: Eine TUM-Studie zeigt, dass Mitarbeiter mit AR-Brille weniger hilfreiche Verbesserungsvorschläge machen, weil die Technologie als Krücke wirkt und kein tieferes Aufgabenverständnis fördert.
Die Rolle des Kommissionierers wird durch KI nicht ersetzt, sondern verändert sich in Richtung Überwachung und Ausnahmebehandlung, während Routineaufgaben automatisiert ablaufen. Langfristig entsteht dadurch die Chance, sich als Spezialist für die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI weiterzuentwickeln, statt reine Handarbeit zu leisten.
Mitarbeiter müssen den Umgang mit der Datenbrille erlernen, insbesondere die Echtzeit-Objekterkennung und die visuelle Bestätigung der kommissionierten Artikel. Darüber hinaus ändern sich die Anforderungen an die Fehleranalyse, da die KI die Bestätigung übernimmt und der Mitarbeiter lernen muss, unerwartete Abweichungen korrekt zu interpretieren.
Endkunden profitieren unmittelbar davon, dass ihre Bestellungen schneller und fehlerfreier bearbeitet werden, was zu kürzeren Lieferzeiten und weniger Retouren führt. Wenn ein Unternehmen DHL-typische AR-gestützte Kommissionierung einsetzt, spürt der Kunde dies an einer höheren Lieferqualität und einer zuverlässigeren Bestellabwicklung.
Weniger Falschlieferungen und schnellere Bearbeitungszeiten in der Logistik haben das Potenzial, das Verbrauchervertrauen in Online-Bestellungen zu stärken, da die Liefergenauigkeit steigt.