Schlosser und Metallbauer nutzen generative KI, um auf Basis von Designvorgaben und statischen Anforderungen optimierte oder künstlerisch komplexe Entwürfe für z.B. Tore, Geländer oder tragende Elemente zu erstellen.
Anstatt traditionell am Reißbrett oder im CAD zu entwerfen, gibt der Schlosser die Rahmenbedingungen in eine generative Design-Software ein: die Abmessungen eines Tores, die Befestigungspunkte, die zu tragende Last und einen gewünschten Stil (z.B. „organisch“, „Art-déco“). Die KI berechnet und entwirft daraufhin hunderte von möglichen Varianten, die alle funktionalen Anforderungen erfüllen und oft verblüffende, bionische Strukturen aufweisen. Der Schlosser wählt den besten Entwurf aus, passt ihn bei Bedarf an und fertigt ihn anschließend mittels moderner Verfahren wie Laserschneiden und Schweißen.
Generative Modelle können Baumetallverformer und Metallbauer dabei unterstützen, technische Systeme zu planen und komplexe Designkonzepte rechnergestützt zu entwickeln. Da für diesen Anwendungsfall bisher keine Praxisfälle oder Studien dokumentiert sind, ist eine messbare Entlastung der Fachkräfte im Arbeitsalltag empirisch nicht belegt. Künftig dürften sich die Anforderungen von der manuellen Entwurfserstellung hin zur präzisen Formulierung von Parametern und der bautechnischen Prüfung verlagern.
Generative Entwurfswerkzeuge zielen auf optimierten Materialeinsatz und beschleunigte Konstruktionsprozesse ab, erzeugen jedoch häufig komplexe Geometrien mit hohen Fertigungskosten. Modellrechnungen aus der Forschung zur übergeordneten Technologieklasse belegen, dass die Integration von Standardbauteilen den Stückpreis bereits bei Kleinserien ab vier Teilen halbieren kann. Betriebswirtschaftliche Einsparungen und Marktpotenziale speziell für das Metallhandwerk sind jedoch ebenso wie anfallende Anschaffungs- und Schulungskosten nicht belegt.
„Using a parametric cost model, we show that parts incorporating standard components can halve the unit price for production volumes of only 4 parts.“
Für Auftraggeber und Privatpersonen ermöglicht das Verfahren potenziell individuellere und ästhetisch anspruchsvollere Metallarbeiten an Geländern, Toren oder Fassaden. Eine breite gesellschaftliche Wirkung oder eine veränderte Zugänglichkeit zu handwerklichen Dienstleistungen ist durch die Datenlage jedoch nicht belegt. Zudem sind haftungsrechtliche Fragen bei KI-generierten Entwürfen für Verbraucher bislang weitgehend ungeklärt.
Durch den KI-gestützten Entwurf im Stahl- und Metallbau können Querschnitte materialeffizienter ausgelegt und so Ressourcen geschont werden. Fachliche Einschätzungen belegen ein Potenzial für eine nachhaltigere Konstruktion, beziehen sich jedoch auf KI-Methoden im Stahlbau allgemein. Quantitative Angaben zum konkreten Energiebedarf oder den Treibhausgasemissionen bei der generativen Entwurfsberechnung liegen nicht vor.
„KI‑basierte Analysen können Bemessungsmodelle verfeinern und so materialeffizientere, aber weiterhin sichere Querschnitte ermöglichen.“
Fehlerhafte Dimensionierungen oder statische Fehleinschätzungen generativer Entwürfe bergen bei tragenden Elementen erhebliche Sicherheitsrisiken, konkrete Schadensereignisse sind jedoch nicht belegt. Das System fällt voraussichtlich nicht unter Anhang III, gilt jedoch nach Artikel 6 Absatz 1 voraussichtlich als Hochrisiko-System, falls es als Sicherheitsbauteil eines harmonisierten Produkts mit Konformitätsbewertung eingesetzt wird. Zudem unterliegen Betreiber voraussichtlich den allgemeinen Transparenzanforderungen nach Artikel 50 sowie Schulungspflichten nach Artikel 4.
„das KI-System soll als Sicherheitsbauteil eines unter die in Anhang I aufgeführten Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union fallenden Produkts verwendet werden“
Belegt: eine abgerufene Quelle oder ein freigegebener Praxisfall trägt die Aussage. Eingeordnet: redaktionelle Einschätzung. Offen: dazu ist nichts dokumentiert. Keine Rechtsberatung.
Die Lösung passt zur Tätigkeit in einem fachlichen Kontext, aber nicht automatisch zu jedem Beruf mit dieser Tätigkeit.
Die fachliche Passung wurde KI-gestützt anhand der Anwendung und der beruflichen Aufgaben geprüft. Daraus folgt keine gemessene KI-Wirkung auf den gesamten Beruf.