KI-Lösungen · Use Case

Individuelle Spielfiguren generativ skalieren

Generative Bildmodelle erzeugen aus künstlerischen Vorgaben viele Varianten von Figuren. Spielerinnen und Spieler können eigene Charaktere gestalten, ohne dass Studios jede Variante von Hand zeichnen müssen.

Ihr Studio lässt Spielerinnen und Spieler Figuren im Stil Ihrer Welt erzeugen.

Worum es geht

Spielefirmen wollen, dass sich Spieler in ihren Figuren wiederfinden. Jede einzelne Variante von Hand zu zeichnen, ist bei Millionen Spielern nicht machbar. Generative Bildmodelle lernen den Stil eines Spiels aus freigegebenen Vorlagen und erzeugen daraus neue Charaktere, die zur Spielwelt passen. Künstler legen Stilregeln, Grenzen und Inhalte fest und prüfen Ergebnisse. Spieler wählen Merkmale oder Beschreibungen, das Modell erzeugt passende Figuren. Rechte an den Trainingsdaten, Jugendschutz und die Kennzeichnung erzeugter Inhalte müssen geklärt sein. Der Ansatz erweitert den Spielraum, ersetzt aber nicht die Kunstführung des Studios.

Einordnung

  • Reifegrad: Growing
  • Komplexität: Mittel
  • Technologie: Generative Bildmodelle, Stil-Feinabstimmung auf freigegebenen Vorlagen, Inhaltsfilter

Passende Branchen

  • Gaming & E-Sports

Typische Einsatzmuster

  • Ein Spieler beschreibt seine Figur in einem Satz und erhält mehrere Varianten im Spielstil.
  • Ein Studio veröffentlicht zum Event eine Reihe personalisierter Charaktere.
  • Ein Art Director prüft Stichproben und passt Regeln an.

Voraussetzungen

  • Ein auf freigegebene Vorlagen abgestimmtes Bildmodell.
  • Inhaltsfilter, Moderation und Regeln zu erlaubten Motiven.
  • Geklärte Rechte an Trainingsdaten und erzeugten Bildern.

Nutzen

Für Unternehmen

  • Personalisierung ohne Skalierung der Kunstabteilung
  • Höhere Bindung der Spielerschaft
  • Schnelle Variantenerzeugung für Aktionen
  • Stilkonsistenz durch feste Vorgaben

Für Beschäftigte

  • Mehr Zeit für Konzept und Weltgestaltung
  • Weniger Routinevarianten
  • Neue Aufgabe in der Steuerung der Modelle

Für Privatpersonen

  • Figuren, die zur eigenen Vorstellung passen
  • Mehr Ausdruck im Spiel
  • Schnelle Ergebnisse ohne Zeichenkenntnisse

Herausforderungen

Für Unternehmen

  • Rechte an Trainingsdaten und erzeugten Bildern
  • Moderation unerwünschter Inhalte
  • Wahrung des Kunststils bei offener Eingabe

Für Beschäftigte

  • Sorge um Verdrängung klassischer Zeichner
  • Neue Kompetenzen in Prompt- und Regelgestaltung
  • Hoher Prüfaufwand

Für Privatpersonen

  • Missbrauch durch unpassende Eingaben
  • Unklare Eigentumsrechte an erzeugten Figuren
  • Erwartung, dass jede Idee gelingt

Wirkung

Baukastensysteme kombinieren fertige Teile, erzeugen aber keine neuen Formen. Generative Modelle schaffen neue Figuren im Stil des Spiels und reagieren auf freie Beschreibungen.

Für Unternehmen

Studios mit personalisierten Figuren differenzieren sich; Wettbewerber ohne Ansatz bieten weniger Ausdruck.

Individualisierte Figuren steigern Bindung und Umsatz mit Zusatzinhalten, ohne die Kosten je Variante linear zu erhöhen.

Kunstvorgaben werden zu Regeln und Modellen; Prüfung ersetzt Einzelzeichnung.

Für Beschäftigte

Künstler steuern Stil und Qualität eines Systems und prüfen große Mengen erzeugter Bilder.

Aus dem Zeichner wird ein Gestalter der Gestaltungsregeln.

Gefragt sind Stilführung, Prompting, Rechtekenntnis und Moderationsregeln.

Für Privatpersonen

Spieler beschreiben ihre Figur und sehen in kurzer Zeit passende Ergebnisse.

Eigene Figuren stärken Identifikation und Gemeinschaft, werfen aber Fragen zu Rechten und Missbrauch auf.

Praxisbeispiele

Verbreitung: Dokumentiert bei 1 Organisation – 1 in Nutzung · Stand 02/2026

Ubisoft skaliert individuelle Game-Charaktere mit generativer KI

Praxisbeispiel für Unternehmen · Ubisoft · In Nutzung (Stand 02/2026) · Beleglage mittel

Ubisoft nutzt die KI-Plattform Scenario, damit Spieler im Spiel Captain Laserhawk individuelle digitale Charaktere generieren und anpassen können.

Ubisoft trainierte eigene KI-Modelle auf Basis von 20 handgezeichneten Vorlagen, um den Pixel-Art-Stil des Spiels einzuhalten. Über eine Schnittstelle konnten Spieler persönliche Spielfiguren mit einzigartigen Merkmalen in Echtzeit erstellen. So entstanden tausende konsistente Charaktervarianten, ohne dass jede Figur manuell gezeichnet werden musste.

Ergebnis: Ubisoft erzeugte mithilfe der KI-Plattform über 10.000 individuelle Spielfiguren mit einer API-Antwortzeit von unter zwei Sekunden und erzielte ein Handelsvolumen von über 80.000 US-Dollar.

Auswirkungen – eingeordnet und belegt

Arbeit (Eingeordnet)

Concept Artists und Art Directors steuern Stilregeln und prüfen erzeugte Figuren, statt jede Variante zu zeichnen. Dokumentiert ist ein Einsatz in einem Computerspiel.

Gestützt auf einen dokumentierten Praxisfall.

Wirtschaft (Belegt)

Der Hersteller beschreibt die Erzeugung nutzergenerierter Figuren durch KI als neuen Ansatz; Umsatz- und Kostenzahlen liegen nicht unabhängig vor.

Gestützt auf einen dokumentierten Praxisfall.

Gesellschaft & Alltag (Eingeordnet)

Spieler können eigene Figuren gestalten und sich stärker identifizieren; Fragen zu Rechten und Missbrauch erzeugter Inhalte bleiben offen.

Gestützt auf einen dokumentierten Praxisfall.

Umwelt (Belegt)

Zu Energiebedarf oder Emissionen dieses Musters liegen keine spezifischen Angaben vor. Übergreifend erwarten Energieanalysen, dass sich der Strombedarf von Rechenzentren bis 2030 mehr als verdoppelt.

Risiken & Regulierung (Belegt)

Erzeugte Bilder können unpassende Inhalte oder fremde Werke nachahmen. Anbieter generativer Systeme müssen erzeugte Bilder voraussichtlich nach Artikel 50 des EU AI Act maschinenlesbar kennzeichnen.

Belegt: eine abgerufene Quelle oder ein freigegebener Praxisfall trägt die Aussage. Eingeordnet: redaktionelle Einschätzung. Offen: dazu ist nichts dokumentiert. Keine Rechtsberatung.

Quellen

Fachlich zugeordnete Tätigkeiten

Die Lösung passt zur Tätigkeit in einem fachlichen Kontext, aber nicht automatisch zu jedem Beruf mit dieser Tätigkeit.

Für diese Berufe ist die KI-Lösung relevant

Die fachliche Passung wurde KI-gestützt anhand der Anwendung und der beruflichen Aufgaben geprüft. Daraus folgt keine gemessene KI-Wirkung auf den gesamten Beruf.