Der Kern dieser Arbeit ist Sorgfalt im Umgang mit Dingen, die erhalten und wiederauffindbar bleiben müssen – ein Kunstwerk ebenso wie ein Buch. Ein Objekt richtig montieren, ein Buch korrekt katalogisieren, eine Vitrine sicher aufbaün – die Arbeit zeigt sich oft erst, wenn etwas fehlt oder nicht passt.
Fachkräfte in Kunstgalerien, Museen und Bibliotheken bereiten Ausstellungsstücke vor und halten im Hintergrund Bibliotheken und Sammlungen in Ordnung.
Fachkräfte in Kunstgalerien, Museen und Bibliotheken bereiten Kunstwerke, Exemplare und Artefakte für Sammlungen vor, richten Galerieausstellungen ein und bauen sie auf und unterstützen Bibliothekare bei der Organisation und dem Betrieb von Systemen für die Verwaltung von Aufzeichnungen und Unterlagen. Zu den Aufgaben gehören - (a) Montage und Vorbereitung von Objekten für die Ausstellung; (b) Gestaltung und Anordnung von Ausstellungsmöbeln, Vitrinen und Ausstellungsflächen; (c) Unterstützung bei der Einrichtung von Beleuchtung und Ausstellungsausrüstung; (d) Annahme, Versand, Verpackung und Auspacken von Ausstellungsstücken; (e) Bestellung neuer Bibliotheksmaterialien sowie Pflege von Bibliotheksverzeichnissen und Ausleihsystemen; (f) Katalogisierung von gedrucktem und aufgezeichnetem Material; (g) Eingabe von Daten in Datenbanken und Bearbeitung von Computeraufzeichnungen; (h) Bedienung audiovisueller und reprografischer Geräte; (i) Recherche und Überprüfung bibliografischer Daten. Beispiele für die hier eingeordneten Berufe: - Galerietechniker - Bibliothekstechniker - Museumstechniker - Präparator
Digitalarchivar · Digitalarchivare · Digitalarchivarin · Museumstechniker · Museumstechnikerin · Naturalpräparator · Naturalpräparatorin · Präparator · Präparatorin · Sammlungstechniker · Sammlungstechniker/Sammlungstechnikerin · Sammlungstechnikerin · +27 weitere
Quelle: ESCO (European Skills, Competences, Qualifications and Occupations) — untergeordnete Occupations der ISCO-08-Gruppe 3433.
Als Ganzes ist der Beruf gering betroffen, doch er spreizt sich stark — verändert sind allein die recherchierenden und dokumentierenden Anteile.
Fachkräfte in Kunstgalerien, Museen und Bibliotheken liegt im mittleren Bereich — von Fahrzeugreiniger · am wenigsten bis Datenerfasser · am stärksten betroffen.
| Eigene Auswertung | ILO-Einstufung | In der Berufsgruppe |
|---|---|---|
| oberes Mittelfeld von 411 Berufen | am unteren Rand der von generativer KI berührten Berufe | Von 10 verglichenen Berufen sind 5 weniger betroffen als dieser. Gruppe: Recht, Soziales & Kultur, nicht akademisch |
Ähnlich eingeordnet: Raumgestalter und Dekorateure · Sportlehrer, Sporttrainer und Sportfunktionäre · Biotechniker (ohne medizinische Fachberufe)
Die Rolle ist als Ganzes niedrig gemessen — welcher einzelne Teil davon stärker betroffen sein könnte, lässt sich aus den Daten aber nicht ablesen. Der handfeste Anteil rund um Sammlung, Ausstellung und den Umgang mit den Objekten selbst wird von keiner der Quellen behandelt. Nach heutigem Stand deutet also wenig auf große Veränderung hin, doch dieser praktische Kern bleibt die offene Stelle.
Eigene Auswertung (SapientShift-Tätigkeitsanalyse) auf Basis der ILO-Einstufung · Quelle der Einstufung: ILO, Generative AI and Jobs (Working Paper 140), 2025 · Stand 2026-07-19 · Methodik
Im Ganzen liegt der Beruf niedrig, zeigt aber die größte innere Spreizung aller beteiligten Berufe: Es gibt stark betroffene Teilaufgaben, nur sagt die Studienlage nicht, welche. Belegt verschiebt sich der informationsverarbeitende Rand, also Recherche und Informationsbeschaffung: Über neun Länder misst die OECD einen Rückgang der betrieblichen Nachfrage nach kognitiven Fertigkeiten und nach dokumentierenden Bürotätigkeiten, mit Kanada als einzigem gegenläufigen Land, und im Bereich Wissensmanagement meldet eine große Erhebung mit 58 % die höchste KI-Nutzung aller Funktionen überhaupt. Die publikumsnahen Anteile gehen in die andere Richtung: Für das Organisieren thematischer Aktivitäten bleibt der Mensch nach Einschätzung der Quellen unverzichtbar, und für die Verwaltung von Ausleihe und Rückgabe liegt überhaupt keine Untersuchung vor.
Das Ablegen und Verwalten von Dokumenten läuft zunehmend automatisch, ganz ohne menschlichen Anteil geht es aber nicht.
Das Verwalten und Ablegen von Akten gehört zu den Tätigkeiten, die KI am stärksten erfasst — die Berufe, in denen es steckt, zählen zu den am deutlichsten betroffenen. In KI-nahen Betrieben sinkt die Nachfrage nach Aktenführungs- und Bürofertigkeiten messbar, und Fachleute rechnen mit einem KI-getriebenen Rückgang dieser Tätigkeiten; das gilt als Bruch mit einer früheren Zeit, in der solche Fertigkeiten sogar gefragter wurden. Zugleich hat die Forschung ihre eigene Erwartung an eine Vollautomatisierung nach unten korrigiert: In der Praxis brauchen viele dieser Aufgaben weiterhin spürbaren menschlichen Einsatz.
Zu dieser Aufgabe liegt noch keine belastbare Untersuchung vor.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Wie sich das Verwalten von Ausleihe und Rückgabe entwickelt, lässt sich noch nicht belastbar sagen. Vermutlich verschiebt sich der reine Verbuchungs- und Erinnerungsteil zunehmend in automatische Abläufe, während Übergabe, Zustandsprüfung und Beratung am Objekt menschlich bleiben — das ist aber eine begründete Vermutung, kein gesicherter Befund.
Das Organisieren der Aktivitäten bleibt in menschlicher Hand, weil es von Gruppengespür und spontanen Entscheidungen lebt.
Aktivitäten und Veranstaltungen für Lernende zu organisieren heißt, Gruppendynamik einzuschätzen, im Moment zu entscheiden und Pläne an die Reaktionen der Teilnehmenden anzupassen — genau hier bleibt der menschliche Anteil tragend. KI kann Ideen liefern und thematische Programme vorschlagen, doch das Führen der Gruppe und die Verantwortung für Sicherheit und Beteiligung lassen sich nicht übergeben. Am ehesten greift sie am dokumentarischen Rand, etwa bei Vorlagen und Zusammenfassungen, während der organisierende Kern unberührt bleibt.
Das Auffinden von Information verschiebt sich zur KI, das Einordnen und Bewerten bleibt beim Menschen.
Recherche gehört zu den Tätigkeiten, die KI schon heute spürbar durchdringt — in der Wissensarbeit ist sie die am stärksten genutzte Funktion überhaupt. In Betrieben, die stärker auf KI setzen, sinkt die Nachfrage nach kognitiven Fähigkeiten messbar, und gerade das Aufspüren übersehener Informationen übernimmt zunehmend die Maschine. Was bleibt, ist das Einordnen, Gewichten und Verantworten dessen, was zusammengetragen wurde.
Das Führen und Erklären vor Ort bleibt eine Tätigkeit, an der die heutige KI weitgehend vorbeigeht.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Besucher zu begleiten und ihnen Sehenswürdigkeiten näherzubringen lebt von der Gegenwart vor Ort — vom Gespür für die Gruppe und dem Erklären im Moment. Genau daran ändert die aktuelle KI wenig: Die Rolle behält im Kern ihren Charakter, auch wenn einzelne Teilaufgaben, etwa das Zusammenstellen von Informationen, sich durchaus unterstützen lassen.
Zum Restaurieren selbst liegt noch keine belastbare Untersuchung vor — vermutlich verschiebt sich das Dokumentieren, der Eingriff bleibt von Hand.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Wie sich das Restaurieren und Konservieren von Kunstwerken entwickelt, lässt sich noch nicht belastbar sagen — keine der vorliegenden Untersuchungen misst diese Tätigkeit direkt. Vermutlich verschieben sich die dokumentierenden Teile — Zustandserfassung, Schadensaufnahme und Materialanalyse —, während der restauratorische Eingriff am Objekt selbst von Hand bleibt. Das ist aber eine begründete Vermutung aus angrenzenden Befunden, kein eigener Nachweis.
Zuletzt geprüft 2026-07-19
Amtliche Bezeichnung nach ISCO-08: Fachkräfte in Kunstgalerien, Museen und Bibliotheken · 3433
Among the 13 occupations classified in gradient 4, the majority represent clerical roles, including data entry clerks, typists and word processing operators, accounting and bookkeeping clerks, and general office clerks.
While tasks such as taking meeting notes or scheduling appointments can significantly benefit from GenAI support, our 2023 scores for such tasks, which reached 0.9 in some cases, reflected an overly optimistic assessment of full automation potential. In reality, many of these tasks still require substantial human effort.
Skills and tasks that can be roughly described as clerical tasks were the sub-group of skills that saw the largest reduction in demand. Demand for clerical skills declined by slightly more than 2 percentage points for a one standard deviation increase in establishment-level AI exposure … The most frequently demanded skills in clerical tasks are administrative support and record keeping, and this subgrouping includes the use of general office tools as well.
Hershbein and Kahn (2018) show that vacancies demanding routine, cognitive skills such as those found in clerical and administrative occupations demanded more skills, and employment in these positions grew modestly after the great recession. … This report finds that AI may now be putting these same clerical and administrative skills under direct threat of automation leading to diminishing demand for these skills.
The presence of both Graphic Designers and Legal Secretaries just outside the top 10 fastest-declining job roles, a first-time prediction not seen in previous editions of the Future of Jobs Report, may illustrate GenAI's increasing capacity to perform knowledge work. Job decline in both roles is seen as driven by both AI and information processing technologies as well as by broadening digital access.
Kein Einzelbeleg — als „nicht untersucht" eingestuft.
Organizing thematic activities (recreational, sports, entertainment) for different age groups [Survey 0.16 · Theoriegruppe 0.38 · Finalscore 0.3] While generative AI can suggest ideas and develop thematic activities based on input parameters, organizing such activities requires an understanding of group dynamics, spontaneous decision-making, and the ability to adjust plans based on participant interactions and preferences. AI can assist in planning and offering content ideas, but human oversight remains necessary to ensure engagement and safety, especially when catering to varied age groups. Therefore, a score of 0.3 reflects AI's supportive role rather than full automation capability in this task.
Maintaining documentation of classes conducted with children. [Survey 0.16 · Theoriegruppe 0.43 · Finalscore 0.3] Generative AI can assist in maintaining documentation by generating templates, formatting, and summarizing information, which supports automation of routine documentation tasks. However, nuances in class content, individual student progress, and teacher observations require human oversight, limiting full automation potential.
Occupations where most tasks remain relatively unaffected by GenAI, with low task variability and a stable low mean exposure score.
Gradient 3 captures occupations where a significant portion of tasks are consistently exposed to GenAI, signaling growing automation risks and requiring adaptation strategies for workers (Significant exposure, high task variability).
Gradient 4 4132 Data Entry Clerks 0.7 0.03 […] Gradient 4 2413 Financial Analysts 0.62 0.06
AI exposure is associated with a decline in demand for c ognitive skills at the establishment level. On average across countries in the sample demand for cognitive skills declined by a little over 3 percentage points for a one standard deviation increase in AI exposure (Figure 4.4, Panel A).
It may seem surprising that originality or creativity would be less demanded with greater exposure to AI. These are skills that are not at first glance associated with AI's capabilities. However, many new discoveries rely on finding a new piece of information or missing element that had been previously overlooked […]. Machine learning may already be replacing humans in finding these overlooked elements
The highest reported AI usage was in knowledge management for business, legal, and professional services (58%) and in software engineering and IT in the technology sector (58% and 56%, respectively). […] More broadly, functions tied to information processing, software, customer engagement, and internal knowledge work reported higher adoption than areas such as strategy and corporate finance and risk and compliance, where uptake remains low across most sectors.
Exposure 5113 Travel Guides 0.32 0.11
we introduce a more granular distinction of Minimal Exposure, where some interaction with GenAI may occur, but without significantly altering the nature of these roles
Occupations with low GenAI exposure, where some tasks show moderate automation potential, but overall occupational exposure remains limited.
Kein Einzelbeleg — als „nicht untersucht" eingestuft.
Die Rolle ist im Ganzen niedrig eingestuft, zeigt aber die größte innere Spreizung aller beteiligten Berufe — belegt verändert sind allein die recherchierenden und dokumentierenden Anteile.
Die ILO führt 3433 Gallery, Museum and Library Technicians mit μ 0,37 bei einer SD von 0,20 in Gradient 1 und liest diese Kategorie so: „Some tasks within these occupations have an elevated automation potential, even if the occupation as a whole remains strongly reliant on tasks that have a low potential of automation" — die Streuung ist damit die höchste unter allen Berufen, die die Tätigkeiten dieser Rolle tragen, und sie sagt, dass es stark exponierte Teilaufgaben gibt, nicht welche. Belegt verschiebt sich der informationsverarbeitende Rand: Für Recherche und Informationsbeschaffung liegen die Trägerberufe in Gradient 3, 2622 Librarians and Related Information Professionals bei 0,55 mit einer SD von nur 0,04, die OECD misst über neun Länder einen Rückgang der betrieblichen Nachfrage nach kognitiven Fertigkeiten um gut 3 Prozentpunkte und nach Büro-Fertigkeiten mit „record keeping" um gut 2 Prozentpunkte je Standardabweichung KI-Exposition — mit Kanada als einzigem gegenläufigem Land —, und laut AI Index meldet „knowledge management" mit 58 % die höchste KI-Nutzung aller erhobenen Funktionen. Die publikumsnahen Anteile gehen in die andere Richtung: Für das Organisieren thematischer Aktivitäten hat die ILO auf Task-Ebene 0,3 vergeben („AI can assist in planning and offering content ideas, but human oversight remains necessary"), und für die Verwaltung von Ausleihe und Rückgabe liegt überhaupt keine Untersuchung vor — die drei Berufe, die sie ausführen, verteilen sich auf drei verschiedene Kategorien, von 4411 Library Clerks (Gradient 2, 0,46 bei SD 0,18) bis 4321 Stock Clerks (Minimal Exposure, 0,37 bei SD 0,06).
Welche Teilaufgaben von 3433 die auffällige Streuung von 0,20 erzeugen, weist keine Korpusquelle aus: Die Rolle ist als Ganzes niedrig gemessen, ohne dass sich sagen ließe, welcher ihrer Anteile der stark exponierte ist — und der physische Sammlungs-, Ausstellungs- und Objektanteil wird von keiner der zehn Quellen behandelt.
Bewusst abgesetzt von der belegten KI-Schicht oben: Anwendungsideen, keine quellenbelegten Befunde. Sie inspirieren, sie beweisen nichts.
Diese Seite beschreibt Fachkräfte in Kunstgalerien, Museen und Bibliotheken allgemein — mit Tätigkeiten wie „Akten und Dokumente verwalten und ablegen“ oder „Ausleihe und Rückgabe von Objekten verwalten“.
Für diesen Beruf liegt die gemessene Betroffenheit im Mittelfeld.
Ihre Rolle ist bereits übernommen. Für eine Einschätzung, die zu Ihrer Lage passt, fragen wir noch nach Branche und Berufserfahrung — dieselbe Rolle bedeutet in unterschiedlichen Branchen Unterschiedliches.
SapientShift (2026): Fachkräfte in Kunstgalerien, Museen und Bibliotheken — KI-Betroffenheit nach Tätigkeiten. Stand 19.07.2026. https://sapientshift.com/berufe/fachkraefte-in-kunstgalerien-museen-und-bibliotheken
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Wie diese Aussagen entstehen — Methodik & Evidenzklassen · Datensatz Version 1.0