Der Kern dieser Arbeit ist Diagnose gefolgt von Behandlung: erst herausfinden, was im Körper oder in der Bewegung nicht stimmt, dann gezielt gegensteuern. Das reicht von handwerklich-körperlichen Techniken bis zu kreativen Methoden wie Tanz oder Kunst, je nach Fachrichtung.
Wenn eine Beeinträchtigung den Alltag einschränkt, helfen Fachkräfte wie Ergotherapeuten, Chiropraktiker oder Podologen dabei, Beweglichkeit und Selbstständigkeit zurückzugewinnen.
Diese Berufsgattung umfasst Fachkräfte im Gesundheitswesen, die anderweitig nicht in der Berufsobergruppe 22: Fachkräfte im Gesundheitswesen genannt sind. Die Gruppe umfasst beispielsweise Berufe wie Podologe, Ergotherapeut, Freizeittherapeut, Chiropraktiker, Osteopath und andere Fachkräfte, die diagnostische, präventive, kurative und rehabilitative Gesundheitsleistungen erbringen. In solchen Fällen umfassen die Aufgaben - (a) Befragung von Patienten und Durchführung diagnostischer Tests zur Feststellung ihres Gesundheitszustands, funktioneller Einschränkungen und der Art körperlicher oder psychischer Störungen, Erkrankungen oder anderer gesundheitlicher Probleme; (b) Entwicklung und Umsetzung von Behandlungsplänen für Verletzungen, Erkrankungen und andere körperliche und psychische Beeinträchtigungen; (c) Bewertung und Dokumentation der Fortschritte von Patienten im Rahmen von Behandlungsplänen sowie Überweisung von Patienten und Angehörigen an Ärzte oder andere Gesundheitsdienstleister für spezialisierte, rehabilitative oder sonstige Versorgungsleistungen nach Bedarf; (d) Durchführung therapeutischer Pflege und Behandlung von Patienten, unter anderem durch Anwendung manueller und physischer chiropraktischer und osteopathischer Techniken; (e) Empfehlung von Anpassungen der Umgebung im häuslichen, Freizeit-, Arbeits- und Schulbereich auf individueller oder Gruppenbasis, um Personen mit funktionellen Einschränkungen die Ausübung ihrer täglichen Aktivitäten und Tätigkeiten zu ermöglichen; (f) Planung und Durchführung therapeutischer Programme auf individueller und Gruppenbasis zur Verbesserung und Erhaltung der körperlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Funktionsfähigkeit, unter anderem durch den Einsatz von Kunst und Handwerk, Tanz und Bewegung, Musik und anderen Freizeitaktivitäten; (g) Erkennung und Verschreibung von Behandlungen für Erkrankungen des Fußes, des Knöchels und verwandter Strukturen des Beins infolge von Krankheit, Erkrankung oder anderer körperlicher Beeinträchtigung sowie Verschreibung von Korrekturschuhwerk und Beratung zur Fußpflege zur Behandlung von Fußbeschwerden; (h) Durchführung kleinerer chirurgischer Eingriffe, etwa am Fuß und an den Knöcheln. Beispiele für die hier eingeordneten Berufe: - Kunsttherapeut - Chiropraktiker - Tanz- und Bewegungstherapeut - Ergotherapeut - Osteopath - Podologe - Freizeittherapeut Anmerkung Obwohl Chiropraktik und Osteopathie in manchen Rechtsordnungen als medizinische Fachrichtungen mit entsprechenden Merkmalen gelten, sind Praktizierende dieser Disziplinen stets hier einzuordnen.
Aktivierungstherapeut · Aktivierungstherapeut/Aktivierungstherapeutin · Aktivierungstherapeutin · Arbeits- und Beschäftigungstherapeut · Arbeits- und Beschäftigungstherapeutin · Arbeitstherapeut · Arbeitstherapeutin · Beschäftigungstherapeut · Beschäftigungstherapeutin · Chiropraktiker · Chiropraktiker/Chiropraktikerin · Chiropraktikerin · +133 weitere
Quelle: ESCO (European Skills, Competences, Qualifications and Occupations) — untergeordnete Occupations der ISCO-08-Gruppe 2269.
Beraten, Untersuchen und Behandeln sind als unverändert gemessen — die beratungsnahen Gesundheitsberufe liegen dabei am oberen Rand des niedrigen Bereichs.
Weitere akademische Gesundheitsberufe liegt im mittleren Bereich — von Fahrzeugreiniger · am wenigsten bis Datenerfasser · am stärksten betroffen.
| Eigene Auswertung | ILO-Einstufung | In der Berufsgruppe |
|---|---|---|
| unteres Mittelfeld von 411 Berufen | nicht von generativer KI berührt | Von 15 verglichenen Berufen sind 2 weniger betroffen als dieser. Gruppe: Gesundheitsberufe, akademisch |
Ähnlich eingeordnet: Bildende Künstler · Lehrkräfte und Erzieher im Vorschulbereich · Tänzer und Choreografen
Für diese Berufsgruppe selbst enthält keine Quelle einen eigenen Wert, und der gesamte Befund ruht auf einer einzigen Erhebung — die Aussagekraft ist entsprechend begrenzt. Ob KI-gestützte Patienteninformation die professionelle Beratung verändert, und in welche Richtung, hat zudem niemand gemessen. Nach heutigem Stand bleibt die Einordnung daher vorläufig.
Eigene Auswertung (SapientShift-Tätigkeitsanalyse) auf Basis der ILO-Einstufung · Quelle der Einstufung: ILO, Generative AI and Jobs (Working Paper 140), 2025 · Stand 2026-07-19 · Methodik
Für alle Aufgaben dieser Rolle — beraten, untersuchen, behandeln — findet die Studienlage durchweg nur die beiden niedrigsten Betroffenheitsstufen; die urteilende, zugewandte Gesundheitsarbeit bleibt in der Messung bestehen. Innerhalb dieses niedrigen Bereichs liegen die beratungsnahen akademischen Gesundheitsberufe allerdings am oberen Ende, von Ernährungsberatern über Apotheker bis zu Physiotherapeuten — berührt von KI, aber ohne dass sich der Charakter der Arbeit dadurch grundlegend ändert. Ein eigener Messwert für diese Sammelgruppe fehlt, und die Bandbreite der verwandten Berufe ist erheblich. Das einzige Gegensignal — dass Privatpersonen KI vermehrt medizinische Fragen stellen — stammt aus Nutzungsdaten und sagt nichts darüber, ob sich die berufliche Beratungsarbeit tatsächlich verändert hat.
Das Verabreichen am Patienten findet mit den Händen statt — daran reicht die heutige KI nicht.
Medikamente zu geben und Behandlungen durchzuführen ist körperliche Arbeit unmittelbar am Menschen. Genau hier stößt die heutige KI an ihre Grenze: Sie ist stark im Verarbeiten von Sprache, Daten und Informationen, hat auf die physische Ausführung aber keinen Zugriff. Die Pflegeberufe, die diese Aufgabe tragen, zählen deshalb zu den am wenigsten berührten — auch wenn einzelne Randtätigkeiten wie das Dokumentieren stärker streuen als der Kern der Arbeit.
Das persönliche Beraten zu Gesundheit bleibt menschliche Arbeit, auch wenn Privatpersonen einfache Fragen zunehmend an KI richten.
Die medizinischen und pflegerischen Kernberufe gelten in den vorliegenden Einschätzungen als kaum bis gar nicht von KI berührt; selbst dort, wo einzelne Teilaufgaben — etwa bei medizinischen Fachangestellten — durchaus erfassbar wären, ruht die Tätigkeit im Ganzen auf Aufgaben mit geringem Automatisierungspotenzial. Sichtbar ist zugleich, dass Privatpersonen ausserhalb der Arbeit zunehmend Gesundheitsfragen an KI-Assistenten stellen — das ersetzt aber nicht das ärztliche oder pflegerische Gespräch, in dem Einschätzung und Verantwortung zusammenkommen. Die Beratung von Patienten und Angehörigen bleibt damit eine menschliche Aufgabe.
Das Überwachen des Patientenzustands bleibt eng an Mensch und Gerät gebunden und von der heutigen KI kaum berührt.
Die ärztlich und pflegerisch Ausführenden liegen durchgängig in der niedrigsten Berührungs-Kategorie, ebenso die apparative Überwachung an Bildgebungs- und Therapiegeräten — das Beobachten und Festhalten am Krankenbett ruht auf Aufgaben, die die heutige KI kaum erreicht. Einschränkend zeigt sich bei den pflegerischen Assistenzberufen eine breite Streuung bei niedrigem Mittel, sodass einzelne Teilaufgaben berührbarer sein können als andere. Deutlich stärker in Bewegung gerät dagegen erst die nachgelagerte Akten- und Informationsführung — eine eigene Aufgabe, die vom Überwachen selbst zu trennen ist.
Das Durchführen von Untersuchungen bleibt bislang unverändert, obwohl KI-Anwendungen gerade an der Diagnostik ansetzen.
Die ärztlich und technisch untersuchenden Berufe zählen zu den am wenigsten betroffenen — bei der Bildgebung streuen selbst die einzelnen Teilaufgaben kaum. Zwar konzentrieren sich KI-Anwendungen im Gesundheitswesen betrieblich genau auf die Diagnostik, doch eine Verschiebung der Tätigkeit selbst ist bislang nicht gemessen; am Arbeitsmarkt fällt der Effekt für Gesundheitsberufe sogar leicht positiv aus. Stärker berührt ist allein der assistierende Rand der Tätigkeit.
Zuletzt geprüft 2026-07-19
Amtliche Bezeichnung nach ISCO-08: Akademische und verwandte Gesundheitsberufe, anderweitig nicht genannt · 2269
Not Exposed 2221 Nursing Professionals 0.25 0.13 / Not Exposed 5321 Health Care Assistants 0.14 0.06 / Not Exposed 5329 / Personal Care Workers in Health Services Not Elsewhere / Classified 0.15 0.03 [norm.]
the lowest category of Not Exposed occupations, where GenAI currently has no observable potential to automate tasks. / Occupations where most tasks remain relatively unaffect ed by GenAI, with low task variability and a stable low mean exposure score. [norm.]
Minimal / Exposure 3221 Nursing Associate Professionals 0.22 0.21 [norm.]
Gradient 1 3256 Medical Assistants 0.35 0.23 / Low overall GenAI exposure at the occupational level, but high variability across tasks. Some tasks within these occu pations have an elevated automation potential, even if the occupation as a whole remains strongly reliant on tasks that have a low potential of automation. [norm.]
In occupations dominated by manual and physical tasks, such as Craft and Related Trades Workers, Plant and Machine Operators, and Farmers, Gardeners, Foresters, and Fishers, experts consistently assigned lower scores compared to the survey respondents, reflecting the practical limitations of automating tasks that require physical manipu lation or manual dexterity. [norm.] / These technologies excel in tasks involving data pro cessing, language understanding, and information genera tion but do not possess capabilities for physical task execution [norm.]
Not Exposed 2211 Generalist Medical Practitioners 0.29 0.1 / Not Exposed 2212 Specialist Medical Practitioners 0.27 0.12 / Not Exposed 2221 Nursing Professionals 0.25 0.13 / Not Exposed 2240 Paramedical Practitioners 0.23 0.13 / Not Exposed Occupations that don't meet any of the above conditions. Occupations where most tasks remain relatively unaffected by GenAI, with low task variability and a stable low mean exposure score.
Minimal Exposure 2265 Dieticians and Nutritionists 0.41 0.07 / Minimal Exposure 2262 Pharmacists 0.33 0.09 / Minimal Exposure 2264 Physiotherapists 0.28 0.14 / Minimal Exposure 3221 Nursing Associate Professionals 0.22 0.21 / Minimal Exposure (Low exposure, moderate task variability) μ < 0.5 and μ + σ > 0.4 Occupations with low GenAI exposure, where some tasks show moderate automation potential, but overall occupational exposure remains limited. / we introduce a more granular distinction of Minimal Exposure, where some interaction with GenAI may occur, but without significantly altering the nature of these roles
Gradient 1 3256 Medical Assistants 0.35 0.23 / Exposed: Gradient 1 (Low exposure, high task variability) μ < 0.4 and μ + σ ≥ 0.5 Low overall GenAI exposure at the occupational level, but high variability across tasks. Some tasks within these occupations have an elevated automation potential, even if the occupation as a whole remains strongly reliant on tasks that have a low potential of automation.
Not Exposed 3253 Community Health Workers 0.22 0.08 / Not Exposed 5321 Health Care Assistants 0.14 0.06
Outside the workweek, users' conversations shift from business correspondence, marketing copy, and slide decks to emotional support, medical questions, and investment advice. This shift is biggest for high-income countries.
Not Exposed 2221 Nursing Professionals 0.25 0.13 / Not Exposed 2211 Generalist Medical Practitioners 0.29 0.1 / Not Exposed 2240 Paramedical Practitioners 0.23 0.13
Not Exposed 5321 Health Care Assistants 0.14 0.06
Not Exposed 3211 Medical Imaging and Therapeutic Equipment Technicians 0.22 0.03
Minimal Exposure 3221 Nursing Associate Professionals 0.22 0.21
Gradient 3 3252 Medical Records and Health Information Technicians 0.52 0.1
Not Exposed 2211 Generalist Medical Practitioners 0.29 0.1 / Not Exposed 2212 Specialist Medical Practitioners 0.27 0.12
Not Exposed 3211 Medical Imaging and Therapeutic Equipment Technicians 0.22 0.03 / Minimal Exposure 3212 Medical and Pathology Laboratory Technicians 0.31 0.16
Gradient 1 3256 Medical Assistants 0.35 0.23
certain applications are more sector-specific: ‚Financial Risk Modeling‘ in Finance, ‚Personalized Recommendation Engines‘ in Retail, ‚De-mand [norm.] and Sales Forecasting‘ in Utilities, and ‚Healthcare Diagnostics and Genomics‘ in Health.
Healthcare Practitioners 29 4.61 -1.77 -0.060 2.77 1.85
Not Exposed 2211 Generalist Medical Practitioners 0.29 0.1 / Not Exposed 2212 Specialist Medical Practitioners 0.27 0.12 / Not Exposed 2221 Nursing Professionals 0.25 0.13 / Not Exposed 2240 Paramedical Practitioners 0.23 0.13 / Not Exposed 2261 Dentists 0.15 0.06 / Not Exposed 2250 Veterinarians 0.14 0.05 / Not Exposed 3240 Veterinary Technicians and Assistants 0.14 0.02
Not Exposed | Occupations that don't meet any of the above conditions. | Occupations where most tasks remain relatively unaffected by GenAI, with low task variability and a stable low mean exposure score.
μ < 0.5 and μ + σ > 0.4
By contrast, nearly half of the proportional reduction in work tasks done by humans alone in the Medical and Healthcare Services and Government and Public sectors are instead expected to be driven by increased augmentation and human-machine collaboration.
Beraten, Untersuchen und Behandeln sind auf Tätigkeitsebene als unverändert gemessen, die beratungsnahen akademischen Gesundheitsberufe liegen dabei am oberen Rand des niedrigen Bereichs
Für alle fünf Aufgaben dieser Rolle findet die ILO auf Tätigkeitsebene ausschließlich die beiden niedrigsten Kategorien, und die beratungsnahen akademischen Gesundheitsberufe liegen darin am oberen Ende: Diätassistenten und Ernährungsberater erreichen 0,41 bei einer Streuung von 0,07, Apotheker 0,33, Fachkräfte der traditionellen und komplementären Medizin 0,32 und Physiotherapeuten 0,28 — allesamt „Minimal Exposure", was die ILO ausdrücklich als Berührung beschreibt, die stattfindet, „without significantly altering the nature of these roles". Ein eigener Expositionswert für diese Sammelgruppe ist in keiner Korpusquelle ausgewiesen, und die Bandbreite der benachbarten, tatsächlich gemessenen Berufe ist erheblich — von Zahnärzten bei 0,15 mit einer Streuung von 0,06 bis zu Medizinischen Fachangestellten bei 0,35 mit einer Streuung von 0,23, dem einzigen Beruf des Clusters in einer Expositionsstufe. Gegenläufige Signale bleiben schwach und außerhalb der Tätigkeitsebene: Hersteller-Telemetrie zeigt, dass Privatpersonen außerhalb der Arbeitswoche vermehrt medizinische Fragen an KI-Assistenten stellen, was Nutzung misst und weder belegt noch widerlegt, dass sich die berufliche Beratungsarbeit dadurch verändert hat.
Für ISCO 2269 selbst enthält keine der zehn Quellen einen eigenen Wert, der gesamte Befund ruht auf einer einzigen Quelle, und ob KI-gestützte Patienteninformation die professionelle Beratung verändert — in welche Richtung auch immer — misst niemand.
Bewusst abgesetzt von der belegten KI-Schicht oben: Anwendungsideen, keine quellenbelegten Befunde. Sie inspirieren, sie beweisen nichts.
Diese Seite beschreibt Weitere akademische Gesundheitsberufe allgemein — mit Tätigkeiten wie „Medikamente und Behandlungen verabreichen“ oder „Patienten und Angehörige zu Gesundheit beraten“.
Für diesen Beruf liegt die gemessene Betroffenheit im Mittelfeld.
Ihre Rolle ist bereits übernommen. Für eine Einschätzung, die zu Ihrer Lage passt, fragen wir noch nach Branche und Berufserfahrung — dieselbe Rolle bedeutet in unterschiedlichen Branchen Unterschiedliches.
SapientShift (2026): Weitere akademische Gesundheitsberufe — KI-Betroffenheit nach Tätigkeiten. Stand 19.07.2026. https://sapientshift.com/berufe/weitere-akademische-gesundheitsberufe
Maschinenlesbare Fassung dieser Seite: Markdown
Wie diese Aussagen entstehen — Methodik & Evidenzklassen · Datensatz Version 1.0