Der Kern dieser Arbeit ist, aus vielen losen Informationen eine geprüfte, verständliche Geschichte zu machen – unter Zeitdruck und mit Verantwortung dafür, was am Ende stimmt. Das beginnt beim Sammeln und Nachfragen und endet erst mit der letzten Prüfung vor Veröffentlichung. Wie und wo diese Geschichten am Ende ihr Publikum erreichen, ändert sich derzeit spürbar.
Journalisten finden heraus, was gerade passiert, prüfen es nach und bringen es in eine Form, die andere verstehen und der sie vertrauen können.
Journalisten recherchieren, untersuchen, interpretieren und vermitteln Nachrichten und öffentliche Angelegenheiten über Zeitungen, Fernsehen, Radio und andere Medien. Zu den Aufgaben gehören - (a) Sammlung lokaler, nationaler und internationaler Nachrichten durch Interviews, Recherche und Beobachtung, Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, Suche nach Aufzeichnungen, Durchsicht schriftlicher Arbeiten sowie Besuch von Film- und Bühnenaufführungen; (b) Sammlung, Berichterstattung und Kommentierung von Nachrichten und aktuellen Ereignissen zur Veröffentlichung in Zeitungen und Zeitschriften oder zur Ausstrahlung über Radio, Fernsehen oder Webcast-Medien; (c) Entgegennahme, Analyse und Überprüfung von Nachrichten und anderem Text auf Richtigkeit; (d) Interviews mit Politikern und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei Pressekonferenzen und anderen Anlässen, einschließlich Einzelinterviews, die für Radio, Fernsehen oder Webcast-Medien aufgezeichnet werden; (e) Recherche und Berichterstattung über Entwicklungen in Fachgebieten wie Medizin, Wissenschaft und Technik; (f) Verfassen von Leitartikeln und Kommentaren zu aktuellen Themen, um das öffentliche Interesse zu wecken und die Ansichten einer Publikation oder eines Senders auszudrücken; (g) Verfassen kritischer Rezensionen literarischer, musikalischer und anderer künstlerischer Werke auf Grundlage von Wissen, Urteilsvermögen und Erfahrung für Zeitungen, Fernsehen, Radio und andere Medien; (h) Auswahl von Material zur Veröffentlichung, Prüfung von Stil, Grammatik, Genauigkeit und rechtlicher Zulässigkeit des Inhalts sowie Veranlassung notwendiger Überarbeitungen; (i) Abstimmung mit dem Produktionspersonal bei der Prüfung endgültiger Korrekturabzüge unmittelbar vor dem Druck; (j) Auswahl, Zusammenstellung und Vorbereitung von Werbematerial über Unternehmen oder andere Organisationen zur Verbreitung über Presse, Radio, Fernsehen und andere Medien. Beispiele für die hier eingeordneten Berufe: - Journalist - Zeitungsredakteur - Zeitungsreporter - Sportjournalist - Redaktionsassistent - TV-/Radio-Nachrichtenproduzent - TV-/Radio-Nachrichtenreporter, Einige verwandte, anderswo eingeordnete Berufe: - PR-Referent - 2432 - Autor - 2641 - Buchlektor - 2641 - Fotojournalist -3431 - Kameramann - 3521
Journalist · Journalist/Journalistin · Journalistin · Korrespondent · Korrespondentin · Publizist · Publizistin · Reporter · Reporterin · business journalist · commentator · correspondent · +9 weitere
Quelle: ESCO (European Skills, Competences, Qualifications and Occupations) — untergeordnete Occupations der ISCO-08-Gruppe 2642.
Recherchieren, Befragen und Schreiben sind stark betroffen — doch wo gemessen wurde, verschob sich die Arbeit vor allem vom Entwerfen zum Redigieren.
Journalisten liegt nahe am oberen Rand — von Fahrzeugreiniger · am wenigsten bis Datenerfasser · am stärksten betroffen.
| Eigene Auswertung | ILO-Einstufung | In der Berufsgruppe |
|---|---|---|
| oberstes Fünftel von 411 Berufen | im oberen Bereich der von generativer KI berührten Berufe | Von 21 verglichenen Berufen sind 16 weniger betroffen als dieser. Gruppe: Recht, Kultur & Sozialwissenschaft |
Ähnlich eingeordnet: Meteorologen · Autoren und verwandte schriftstellerische Berufe · Bibliotheks- und Informationswissenschaftler
Offen bleibt, welcher Teil der journalistischen Arbeit sich tatsächlich verschiebt — Recherche, Interview, Rohentwurf oder Redigat lassen sich in den Studien nicht einzeln auseinanderhalten; der Befund ist ein Gesamtwert über alle diese Schritte. Vor allem das Befragen selbst wurde bisher nirgends im Detail untersucht. Nach heutigem Stand lässt sich also sagen, dass sich etwas bewegt — wo genau, bleibt die offene Frage.
Eigene Auswertung (SapientShift-Tätigkeitsanalyse) auf Basis der ILO-Einstufung · Quelle der Einstufung: ILO, Generative AI and Jobs (Working Paper 140), 2025 · Stand 2026-07-19 · Methodik
Alle vier Kerntätigkeiten des Berufs — recherchieren, befragen, Sachtexte verfassen, journalistisch schreiben — liegen in derselben, zweithöchsten Betroffenheitsstufe; die Betroffenheit sitzt also nicht auf einer Nebenaufgabe, sondern zieht sich durch einen erheblichen Teil der Arbeit. Die Studienlage liest solche Berufe aber ausdrücklich als sich verschiebend, nicht als wegfallend — mit einer starken Fähigkeit, neue Aufgaben zu entwickeln. Wo ein Verlauf überhaupt gemessen wurde, verlagerte sich die Zeit vom ersten Entwurf zum Prüfen und Überarbeiten: Der Rohentwurf halbierte sich von rund der Hälfte auf unter ein Viertel, das Redigieren stieg von einem Viertel auf über die Hälfte, bei kürzerer Zeit und höherer Qualität. Gerade das aber, was recherchebasierten Journalismus ausmacht — kontextspezifisches Wissen, das die Maschine nicht mitbringt —, nannten die Fachleute selbst als Grund, die KI nicht einzusetzen; und mehrere Einschätzungen zur sinkenden Nachfrage bleiben vorsichtig und länderabhängig.
Das Verfassen der Berichte wird schneller, das Prüfen und Verantworten der Inhalte rückt in den Vordergrund.
Beim Schreiben von Sach- und Verwaltungstexten übernimmt KI zunehmend den ersten Rohentwurf: In kontrollierten Versuchen halbiert sich die Zeit fürs Draften, während das Überarbeiten sich mehr als verdoppelt — Tempo und Qualität steigen dabei zugleich. Diese Bürotätigkeiten gehören zu den am stärksten betroffenen, und in echten Stellenanzeigen sinkt bei KI-nahen Betrieben die Nachfrage nach reinen Schreib- und Verwaltungsfertigkeiten. Was bleibt, ist das Redigieren und das Einstehen für den Inhalt.
Das Erheben und Auswerten verschiebt sich Richtung KI, doch der Aufwand am Menschen bleibt größer als zunächst gedacht.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Das Durchführen von Umfragen und Interviews zählt zu den stärker betroffenen Tätigkeiten: Sowohl die Feldarbeit selbst als auch die Auswertungsseite sind durchgängig betroffen, und stärker exponierte Aufgaben verlieren in den Daten anschließend an Arbeitsnachfrage. Zugleich haben die Forschenden ihre frühere Einschätzung nach unten korrigiert — Aufgaben wie das reine Erfassen galten einmal als fast vollständig automatisierbar, erfordern in der Praxis aber weiterhin erheblichen menschlichen Aufwand. Der Trend zeigt klar Richtung KI, fällt im Tempo aber nüchterner aus als anfangs angenommen.
Das Auffinden von Information verschiebt sich zur KI, das Einordnen und Bewerten bleibt beim Menschen.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Recherche gehört zu den Tätigkeiten, die KI schon heute spürbar durchdringt — in der Wissensarbeit ist sie die am stärksten genutzte Funktion überhaupt. In Betrieben, die stärker auf KI setzen, sinkt die Nachfrage nach kognitiven Fähigkeiten messbar, und gerade das Aufspüren übersehener Informationen übernimmt zunehmend die Maschine. Was bleibt, ist das Einordnen, Gewichten und Verantworten dessen, was zusammengetragen wurde.
Das Aufsetzen der Rohfassung verschiebt sich zur KI, das Redigieren und Kuratieren rückt nach vorn.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Beim Vorbereiten von Medieninhalten verschiebt sich die Struktur der Arbeit messbar: Der Anteil für das Schreiben der Rohfassung fällt um mehr als die Hälfte, während sich die Zeit fürs Redigieren mehr als verdoppelt. KI erzeugt inzwischen nicht nur Text, sondern auch Bild, Audio und Video, und erstmals erwarten Arbeitgeber, dass gestaltende Rollen wie Grafikdesign eher schrumpfen. Das Werkzeug ersetzt dabei eher Arbeitsaufwand, als vorhandene Fähigkeiten zu ergänzen — das Kuratieren und Verantworten des Ergebnisses bleibt Sache des Menschen.
Ein Teil der Aufgaben verschiebt sich, das Präsentieren vor Publikum bleibt — auch weil das Publikum es so will.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Sendungen zu moderieren trifft die KI ungleichmäßig: Ein Teil des Aufgabengemischs lässt sich unterstützen oder automatisieren, ein anderer bleibt weitgehend unberührt. Bemerkenswert ist, dass hier nicht nur die Technik an Grenzen stößt, sondern die gesellschaftliche Akzeptanz — kaum jemand möchte die Abendnachrichten von einem Avatar präsentiert bekommen. Dass eine Aufgabe berührt sein kann, heißt dabei nicht, dass Arbeitsplätze wegfallen; es beschreibt nur, was technisch überhaupt erreichbar wäre.
Das Erzeugen von Texten verschiebt sich stark, das Verantworten von Inhalt und Stimme bleibt.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Literarische und journalistische Texte gehören zu den Tätigkeiten, die deutlich in Bewegung geraten: Texterzeugung ist genau das, was diese Systeme können, und die reine Schreibkompetenz wird von Arbeitgebern spürbar weniger stark nachgefragt als früher. Die Untersuchungen lesen das aber als Verschiebung, nicht als Wegfall — die Aufgaben entwickeln sich weiter, statt zu verschwinden. Was bleibt, ist das Verantworten von Recherche, Inhalt und Stimme, für das der Entwurf nur der Anfang ist.
Zuletzt geprüft 2026-07-19
Amtliche Bezeichnung nach ISCO-08: Journalisten · 2642
Similar to our 2023 study, clerical occupations exhibit the highest levels of exposure, though with a decline in their mean scores due to a reassessment of certain task-level evaluations […] Among the 13 occupations classified in gradient 4, the majority represent clerical roles, including data entry clerks, typists and word processing operators, accounting and bookkeeping clerks, and general office clerks.
In contrast, occupations involving more cognitive or knowledge-intensive tasks, such as Clerical Support Workers and Professionals, show a much more mixed picture. While some tasks in these groups received lower scores, many others were revised upwards by the expert group, reflecting the greater adaptability of generative AI for structured, data-driven, or communication-focused tasks.
ChatGPT substantially changes the structure of writing tasks. Figure 3 Panel A shows that prior to the treatment, participants spend about 25% of their time brainstorming, 50% writing a rough draft, and 25% editing. Post-treatment, the share of time spent writing a rough draft falls by more than half and the share of time spent editing more than doubles.
Our results show that ChatGPT substantially raises average productivity: time taken decreases by 0.8 SDs and output quality rises by 0.4 SDs. Inequality between workers decreases, as ChatGPT compresses the productivity distribution by benefiting low-ability workers more.
At the establishment level, AI exposure is associated with declining demand for general skills commonly used in office settings. […] Digging further into these categories, the results point to drops in demand for general office skills such word processing and spreadsheet software, basic computer programming skills, as well as administrative and clerical tasks and basic project management skills.
Gradient 3 4227 Survey and Market Research Interviewers 0.55 0.16
Above-moderate occupational exposure: even though some tasks remain less exposed, the overall potential of automation of the current tasks with GenAI is growing in these occupations.
Gradient 3 3314 Statistical, Mathematical and Related Associate Professionals 0.57 0.1 | Gradient 3 2120 Mathematicians, Actuaries and Statisticians 0.56 0.09 | Gradient 3 2431 Advertising and Marketing Professionals 0.55 0.09 | Gradient 3 2631 Economists 0.55 0.08 | Gradient 3 2642 Journalists 0.54 0.1 | Gradient 2 2632 Sociologists, Anthropologists and Related Professionals 0.48 0.12
Similar to our 2023 study, clerical occupations exhibit the highest levels of exposure, though with a decline in their mean scores due to a reassessment of certain task-level evaluations | While tasks such as taking meeting notes or scheduling appointments can significantly benefit from GenAI support, our 2023 scores for such tasks, which reached 0.9 in some cases, reflected an overly optimistic assessment of full automation potential. In reality, many of these tasks still require substantial human effort.
Tasks with higher AI exposure subsequently experience reduced labor demand. | Table A.2: Top and bottom 25 occupations by average AI exposure 25 Most Exposed Occupations … Market Research Analysts and Marketing Specialists
Gradient 3 captures occupations where a significant portion of tasks are consistently exposed to GenAI, signaling growing automation risks and requiring adaptation strategies for workers (Significant exposure, high task variability).
Gradient 4 4132 Data Entry Clerks 0.7 0.03 […] Gradient 4 2413 Financial Analysts 0.62 0.06
AI exposure is associated with a decline in demand for c ognitive skills at the establishment level. On average across countries in the sample demand for cognitive skills declined by a little over 3 percentage points for a one standard deviation increase in AI exposure (Figure 4.4, Panel A).
It may seem surprising that originality or creativity would be less demanded with greater exposure to AI. These are skills that are not at first glance associated with AI's capabilities. However, many new discoveries rely on finding a new piece of information or missing element that had been previously overlooked […]. Machine learning may already be replacing humans in finding these overlooked elements
The highest reported AI usage was in knowledge management for business, legal, and professional services (58%) and in software engineering and IT in the technology sector (58% and 56%, respectively). […] More broadly, functions tied to information processing, software, customer engagement, and internal knowledge work reported higher adoption than areas such as strategy and corporate finance and risk and compliance, where uptake remains low across most sectors.
„Gradient 3 2641 Authors and Related Writers 0.55 0.09" „Gradient 3 2642 Journalists 0.54 0.1" „Gradient 2 2166 Graphic and Multimedia Designers 0.49 0.09"
„ChatGPT substantially changes the structure of writing tasks. Figure 3 Panel A shows that prior to the treatment, participants spend about 25% of their time brainstorming, 50% writing a rough draft, and 25% editing. Post-treatment, the share of time spent writing a rough draft falls by more than half and the share of time spent editing more than doubles."
„ChatGPT substantially raises average productivity: time taken decreases by 0.8 SDs and output quality rises by 0.4 SDs. […] ChatGPT mostly substitutes for worker effort rather than complementing worker skills, and restructures tasks towards idea-generation and editing and away from rough-drafting."
„At that time, large language models (LLMs) were primarily viewed as advanced text generators. Since then, they have acquired multimodal abilities, allowing them to process and generate not only text but also images, audio, and video. […] These advancements significantly broaden the scope of tasks that can be at least partially automated using GenAI, with software development and multimedia sectors among some of the leading adopters."
„The presence of both Graphic Designers and Legal Secretaries just outside the top 10 fastest-declining job roles, a first-time prediction not seen in previous editions of the Future of Jobs Report, may illustrate GenAI's increasing capacity to perform knowledge work. Job decline in both roles is seen as driven by both AI and information processing technologies as well as by broadening digital access. This is a major change from the report's 2023 edition, when Graphic Designers were considered a moderately growing job."
Gradient 2 2656 Announcers on Radio, Television and Other Media 0.47 0.12
Moderate occupational AI exposure, with high task-level variability. These occupations include a mix of some tasks that are exposed to GenAI and others not at risk, making the impact uneven. Gradient 2 includes occu- pations with moderate GenAI exposure and a mix of highly exposed and minimally exposed tasks, resulting in uneven impacts where some tasks may be disrupted while others remain unaffected
An important aspect also concerns the institutional and societal acceptance of automating tasks and occupations – even when technically feasible. For instance, few con- sumers may be inclined to watch evening news presented by avatars.
It is important to stress that these new estimates reflect “exposure” to GenAI and not the actu- al impact on employment. […] the 2025 estimates represent the upper threshold of the percentage of employment that could be affected if GenAI technology were fully implemented.
Gradient 3 2641 Authors and Related Writers 0.55 0.09 Gradient 3 2642 Journalists 0.54 0.1
Gradient 3 captures occupations where a significant portion of tasks are consistently exposed to GenAI, signaling growing automation risks and requiring adaptation strategies for workers (Significant exposure, high task variability). 0.5 ≤ μ < 0.6 and μ + σ ≥ 0.5 Above-moderate occupational exposure: even though some tasks remain less exposed, the overall potential of […]
The scores reflect the high potential of automation among their current tasks, but these occupations also possess a strong capacity to evolve and develop new tasks through innovative application of GenAI and related digital tools. […] One can therefore expect many tasks in these occupations not to remain static but rather to evolve alongside technological advancements, driven by the expanding capabilities of GenAI.
guage models (LLMs) were primarily viewed as advanced text generators. Since then, they have acquired multimodal abilities, allowing them to process and generate not only text but also images, audio, and video.
After general communication skills, some of the most demanded skills in the communication grouping are „writing" and „writing communication". The rise of generative AI applications has demonstrated that these skills may no longer be as heavily demanded by employers as before (Noy and Zhang, 2023[8]).
Alle vier Kerntätigkeiten dieser Rolle — Recherchieren, Befragen, Sachtexte verfassen, journalistisch schreiben — liegen rollenspezifisch in derselben zweithöchsten Expositionsstufe, und der einzige gemessene Verlauf zeigt eine Verlagerung vom Entwerfen zum Redigieren.
Die ILO führt Journalisten mit μ 0,54 (SD 0,10) in Gradient 3, definiert als „a significant portion of tasks are consistently exposed to GenAI"; die moderate Streuung bedeutet, dass die Exposition nicht auf einer Nebenaufgabe sitzt, sondern sich durch einen erheblichen Teil des Aufgabenbündels zieht, und die ILO liest solche Berufe ausdrücklich als sich verschiebend statt wegfallend — „these occupations also possess a strong capacity to evolve and develop new tasks". Konkrete Zahlen gibt es nur für das Verfassen von Sachtexten und auch dort nicht für diesen Beruf: im kontrollierten Experiment halbiert sich der Zeitanteil des Rohentwurfs von rund 50 % auf unter 25 %, während das Redigieren von 25 % auf über 50 % steigt, bei 0,8 SD kürzerer Zeit und 0,4 SD höherer Qualität — gemessen an 444 Marketern, Consultants und HR-Fachleuten, wobei die Autoren als Grund für Nicht-Nutzung angeben, dem Modell fehle „context-specific knowledge that forms an important part of their writing", genau die Achse, an der recherchebasierter Journalismus hängt. Auf der Nachfrageseite misst die OECD in KI-exponierteren Betrieben einen Rückgang kognitiver Skills um gut 3 Prozentpunkte je Standardabweichung KI-Exposition, mit „Originality" als am stärksten fallender Untergruppe — allerdings zeigt Kanada als einziges Land den gegenläufigen Befund, und die ILO senkte ihre eigenen 2023er-Werte für Textaufgaben ab, weil „many of these tasks still require substantial human effort".
Keine Korpusquelle gliedert auf, welcher journalistische Teilschritt — Recherche, Interview, Rohentwurf, Redigat, Ortstermin — sich um wie viel verschiebt; der Gradient-3-Wert ist ein Aggregat über das gesamte Aufgabenbündel, und für das Befragen selbst existiert im gesamten Korpus kein einziges inhaltliches Task-Beispiel.
Bewusst abgesetzt von der belegten KI-Schicht oben: Anwendungsideen, keine quellenbelegten Befunde. Sie inspirieren, sie beweisen nichts.
Diese Seite beschreibt Journalisten allgemein — mit Tätigkeiten wie „Sach- und Verwaltungstexte sowie Berichte verfassen“ oder „Umfragen und Interviews durchführen“.
Für diesen Beruf sprechen die Daten für deutliche Veränderung.
Ihre Rolle ist bereits übernommen. Für eine Einschätzung, die zu Ihrer Lage passt, fragen wir noch nach Branche und Berufserfahrung — dieselbe Rolle bedeutet in unterschiedlichen Branchen Unterschiedliches.
SapientShift (2026): Journalisten — KI-Betroffenheit nach Tätigkeiten. Stand 19.07.2026. https://sapientshift.com/berufe/journalisten
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