Der Kern dieser Arbeit ist der Blick von außen auf eingefahrene Abläufe: sehen, was sich über Jahre eingeschliffen hat, und in Frage stellen, ob es noch passt. Dafür beobachten sie erst genau, bevor sie überhaupt einen Vorschlag machen.
Wenn in einem Betrieb Abläufe hakt, kommen Fachkräfte für Management- und Organisationsanalyse ins Spiel und suchen nach dem, was gerade nicht rundläuft.
Fachkräfte für Management- und Organisationsanalyse unterstützen Organisationen dabei, höhere Effizienz zu erreichen und organisatorische Probleme zu lösen. Sie untersuchen organisatorische Strukturen, Methoden, Systeme und Verfahren. Zu den Aufgaben gehören - (a) Unterstützung und Förderung der Entwicklung von Zielen, Strategien und Plänen zur Erreichung von Kundenzufriedenheit und effizienter Nutzung der Ressourcen der Organisation; (b) Analyse und Bewertung bestehender Systeme und Strukturen; (c) Erörterung bestehender Systeme mit dem Personal und Beobachtung der Systeme auf allen Ebenen der Organisation; (d) Anleitung von Kunden hin zu einer effizienteren Organisation und Entwicklung von Lösungen für organisatorische Probleme; (e) Durchführung und Überprüfung von Arbeitsstudien durch Analyse bestehender und vorgeschlagener Methoden und Verfahren, wie z. B. Verwaltungs- und Büroverfahren; (f) Erfassung und Analyse von Arbeitsablaufdiagrammen, Aufzeichnungen, Berichten, Handbüchern und Stellenbeschreibungen der Organisation; (g) Erstellung und Empfehlung von Vorschlägen zur Überarbeitung von Methoden und Verfahren, zur Änderung von Arbeitsabläufen, zur Neudefinition von Stellenfunktionen und zur Lösung organisatorischer Probleme; (h) Unterstützung bei der Umsetzung genehmigter Empfehlungen, Herausgabe überarbeiteter Anweisungen und Verfahrenshandbücher sowie Erstellung weiterer Dokumentation; (i) Überprüfung betrieblicher Verfahren und Beratung bei Abweichungen von Verfahren und Standards. Beispiele für die hier eingeordneten Berufe: - Unternehmensberater - Managementberater - Organisations- und Methodenanalytiker Einige verwandte, anderswo eingeordnete Berufe: - Business-Analyst (IT) - 2511
Business Consultant · Business-Intelligence-Manager · Business-Intelligence-Manager/Business-Intelligence-Managerin · Business-Intelligence-Manager/in · Business-Intelligence-Managerin · Geschäftsprozessanalyse-ManagerIn · Unternehmensanalyst · Unternehmensanalyst/Unternehmensanalystin · UnternehmensanalystIn · Unternehmensberater · Unternehmensberater/Unternehmensberaterin · UnternehmensberaterIn · +28 weitere
Quelle: ESCO (untergeordnete Occupations der ISCO-08-Gruppe 2421) und eigene Zuordnungen von SapientShift fuer Praxisrollen ohne ESCO-Entsprechung.
Die berichtende und nachverfolgende Arbeit verliert spürbar an Nachfrage — während Koordination und strategische Planung an Gewicht gewinnen.
Fachkräfte für Organisationsanalyse liegt nahe am oberen Rand — von Fahrzeugreiniger · am wenigsten bis Datenerfasser · am stärksten betroffen.
| Eigene Auswertung | ILO-Einstufung | In der Berufsgruppe |
|---|---|---|
| oberstes Fünftel von 411 Berufen | im unteren Bereich der von generativer KI berührten Berufe | Von 11 verglichenen Berufen sind 4 weniger betroffen als dieser. Gruppe: Betriebswirtschaft & Verwaltung |
Ähnlich eingeordnet: Archiv- und Museumswissenschaftler · Ausbilder im Bereich Informationstechnologie · Berufsberater und Personalfachleute
Für diese Rolle gibt es keinen eigenen Messwert; alle Befunde stammen aus einer einzigen Art von Quelle — Stellenanzeigen. Die zeigen aber, welche Fähigkeiten Arbeitgeber suchen, nicht, was im Arbeitsalltag tatsächlich getan wird. Die Einordnung bleibt damit ein Hinweis, keine belastbare Messung, und sollte entsprechend vorsichtig gelesen werden.
Eigene Auswertung (SapientShift-Tätigkeitsanalyse) auf Basis der ILO-Einstufung · Quelle der Einstufung: ILO, Generative AI and Jobs (Working Paper 140), 2025 · Stand 2026-07-19 · Methodik
Beratungs- und Analyseberufe wie dieser zählen zu den am stärksten von KI berührten. Betroffen ist vor allem, wo die Arbeit berichtsförmig wird: Das Erstellen von Berichten zu Abläufen und Effizienz wird in Stellenanzeigen um fast ein Viertel seltener nachgefragt, das Entwickeln von Verfolgungs- und Qualitätskontrollsystemen um gut ein Viertel — und generell sinkt die Nachfrage nach klassischen Management-Aufgaben dort, wo sie in der Bürounterschicht liegt, nicht bei den höheren Positionen. Gegenläufig wächst der Koordinationsanteil deutlich, von 39 auf 47 Prozent der Ausschreibungen, und die strategische Planung selbst gilt als kaum betroffen — das Setzen von Zielen und Prioritäten bleibt bislang menschliche Arbeit. Die stärkste Betroffenheit trifft also die Zuarbeit, nicht das Urteil darüber.
Die operative Ablaufplanung verschiebt sich spürbar, während die Abstimmung im Team eher wichtiger wird.
Das Planen und Koordinieren von Abläufen gehört zu den Tätigkeiten, die sich sichtbar bewegen: Die Nachfrage nach dem Verfolgen und Auswerten operativer Kennzahlen ist messbar zurückgegangen — für einzelne Planungsaufgaben um rund ein Viertel —, und Betriebe mit hohem KI-Einsatz fragen weniger allgemeine Management- und Projektmanagement-Fähigkeiten nach. Zugleich ist nicht die ganze Aufgabe betroffen: Die strategische Planung bleibt außen vor, und Abstimmungs- und Teamfähigkeiten zählen sogar zu den am stärksten wachsenden Anforderungen. Verschoben wird also vor allem der berechenbare, dokumentierende Teil, während das Zusammenführen von Menschen und Zielen an Gewicht gewinnt.
Das Auffinden von Information verschiebt sich zur KI, das Einordnen und Bewerten bleibt beim Menschen.
Für diesen Beruf einzeln gemessen — nicht aus verwandten Berufen übernommen.
Recherche gehört zu den Tätigkeiten, die KI schon heute spürbar durchdringt — in der Wissensarbeit ist sie die am stärksten genutzte Funktion überhaupt. In Betrieben, die stärker auf KI setzen, sinkt die Nachfrage nach kognitiven Fähigkeiten messbar, und gerade das Aufspüren übersehener Informationen übernimmt zunehmend die Maschine. Was bleibt, ist das Einordnen, Gewichten und Verantworten dessen, was zusammengetragen wurde.
Zuletzt geprüft 2026-07-19
Amtliche Bezeichnung nach ISCO-08: Akademische und vergleichbare Fachkräfte im Bereich Management- und Organisationsanalyse · 2421
Gradient 2 4322 Production Clerks 0.44 0.06 | Gradient 2 3341 Office Supervisors 0.43 0.11 | Gradient 2 1219 Business Services and Administration Managers Not Elsewhere Classified 0.42 0.1 | Gradient 3 3343 Administrative and Executive Secretaries 0.54 0.14 | Not Exposed 1213 Policy and Planning Managers 0.36 0.04 | Minimal Exposure 1324 Supply, Distribution and Related Managers 0.38 0.05 | Minimal Exposure 1120 Managing Directors and Chief Executives 0.38 0.06 | Moderate occupational AI exposure, with high task-level variability. These occupations include a mix of some tasks that are exposed to GenAI and others not at risk, making the impact uneven.
applications, Industrial Production Managers experience large declines in skills related to planning and tracking operational decisions. | Industrial Production Managers • Develop or implement production tracking or quality control systems, analyzing production, quality control, maintenance, or other operational reports to detect production problems. -26.6 | • Prepare reports on operations and system productivity or efficiency. -24.8
Logisticians | Transportation, Storage, and Distribution Managers | Production, Planning, and Expediting Clerks | Management Analysts
Establishment-level AI exposure is associated with decreased demand for management skills. On average across countries in the sample demand for management skills declined by under 4 percentage points for a one standard deviation increase in AI exposure (Figure 4.2, Panel A). All countries in the sample are associated with a decline in management skills, and all are statistically significant from zero. | What is notable about this subgrouping is that the most frequently appearing skills are general office administration and project management, skills that are more closely associated with lower-level office and general business duties than with higher-level management positions.
Co-ordination skills are the fastest growing subcomponent in the social skills category. By far the most demanded co-ordination skills are ‚work in teams', ‚teamwork' and ‚collaboration'. On average across countries in the sample, the share of vacancies demanding co-ordination skills increased from 39% to 47% between the base and end years (Figure 3.2).
Gradient 3 captures occupations where a significant portion of tasks are consistently exposed to GenAI, signaling growing automation risks and requiring adaptation strategies for workers (Significant exposure, high task variability).
Gradient 4 4132 Data Entry Clerks 0.7 0.03 […] Gradient 4 2413 Financial Analysts 0.62 0.06
AI exposure is associated with a decline in demand for c ognitive skills at the establishment level. On average across countries in the sample demand for cognitive skills declined by a little over 3 percentage points for a one standard deviation increase in AI exposure (Figure 4.4, Panel A).
It may seem surprising that originality or creativity would be less demanded with greater exposure to AI. These are skills that are not at first glance associated with AI's capabilities. However, many new discoveries rely on finding a new piece of information or missing element that had been previously overlooked […]. Machine learning may already be replacing humans in finding these overlooked elements
The highest reported AI usage was in knowledge management for business, legal, and professional services (58%) and in software engineering and IT in the technology sector (58% and 56%, respectively). […] More broadly, functions tied to information processing, software, customer engagement, and internal knowledge work reported higher adoption than areas such as strategy and corporate finance and risk and compliance, where uptake remains low across most sectors.
Berichts- und Nachverfolgungsarbeit verliert messbar an Nachfrage, Management Analysts stehen zugleich unter den am stärksten exponierten Berufen
Die ILO führt für diese Rolle keinen eigenen Expositionswert; einschlägig ist stattdessen, dass Hampole et al. „Management Analysts" auf Tätigkeitsebene unter die 25 am stärksten KI-exponierten Berufe zählen — eine Berufslisten-Aussage, keine rollenspezifische Messung. Der analytische Kern der Tätigkeit ist genau dort betroffen, wo er berichtsförmig wird: „Prepare reports on operations and system productivity or efficiency" verliert 24,8 % und das Entwickeln von Produktionsverfolgungs- und Qualitätskontrollsystemen 26,6 % relative Nachfrage in Stellenanzeigen, und betrieblich sinkt die Nachfrage nach Management-Skills um knapp 4 Prozentpunkte je Standardabweichung KI-Exposition — von der OECD ausdrücklich in der büroadministrativen Unterschicht verortet, nicht bei höheren Managementpositionen. Gegenläufig wächst der Koordinationsanteil von 39 % auf 47 % der Ausschreibungen, und die strategische Planungsebene misst die ILO mit 0,36 bei einer Streuung von nur 0,04 als „Not Exposed" — nicht einmal einzelne Teilaufgaben der Zielsetzung sind dort erfasst, weshalb keine Quelle eine Verlagerung der Planungs- oder Priorisierungsentscheidung selbst stützt.
Für diese Rolle existiert kein eigener Messwert, und alle inhaltlichen Befunde stammen aus Lightcast-Stellenanzeigen — sie zählen als eine Stimme und messen gewünschte Anforderungen, nicht tatsächlich verrichtete Arbeit.
Diese Seite beschreibt Fachkräfte für Organisationsanalyse allgemein — mit Tätigkeiten wie „Programme und Betriebsabläufe planen und koordinieren“ oder „Recherchieren und Informationen zusammentragen“.
Für diesen Beruf sprechen die Daten für deutliche Veränderung.
Ihre Rolle ist bereits übernommen. Für eine Einschätzung, die zu Ihrer Lage passt, fragen wir noch nach Branche und Berufserfahrung — dieselbe Rolle bedeutet in unterschiedlichen Branchen Unterschiedliches.
SapientShift (2026): Fachkräfte für Organisationsanalyse — KI-Betroffenheit nach Tätigkeiten. Stand 19.07.2026. https://sapientshift.com/berufe/fachkraefte-fuer-organisationsanalyse
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Wie diese Aussagen entstehen — Methodik & Evidenzklassen · Datensatz Version 1.0